Es war ein zäher Kampf und keine einfache Bauphase. Seit 2007 rangen Einwohner um den Erhalt und die Sanierung der Bogenbrücke über die Schwarze Elster. Sie war jahrelang gesperrt, Autofahrer mussten eine einspurig daneben errichte Behelfsbrücke nutzen. Zwischenzeitlich war sogar erwogen worden, diese Brücke zu demontieren und damit die Verbindung zwischen Neudeck und Kleinrössen zu kappen.

Sanierung für 1,5 Millionen Euro

Doch dann wurde endlich mit der Sanierung begonnen, im Oktober 2018 wurde das 1,5 Millionen Euro teure Bauwerk – die kürzeste Verbindung zwischen der B 101 und der L 67 – wieder für den Verkehr freigegeben. Saniert worden ist äußerst behutsam, die baugeschichtliche Struktur – ausgeführt als unbewehrte Stampfbeton-Brücke, konnte erhalten werden.

Das ist dem Verband Beratender Ingenieure VBI und der Bundesingenieurkammer eine Nominierung für den deutschen Brückenbaupreis 2020 wert. Die Brücke gehört zu den sechs Finalisten aus ganz Deutschland. Insgesamt 42 besonders schöne und innovative Bauwerke waren eingereicht worden. In der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken hat das Bauwerk in Neudeck starke Konkurrenz. Nominiert wurden zudem die Retheklappbrücke in Hamburg und die Brücke bei Schwaig im Zuge der A 3 bei Nürnberg.

So begründet die Jury:

In der Jurybegründung zur Brücke Neudeck heißt es: „Mit der Sanierung der Brücke über die Schwarze Elster bei Neudeck im südlichen Brandenburg gelang ein beispielgebender, behutsamer Bauwerksumbau, der nicht nur eine vollwertige Nutzung des Bauwerks sichert, sondern auch das ursprüngliche Erscheinungsbild der Stampfbeton-Bogenbrücke für die Nachwelt erhält.“

In der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken sind ebenfalls drei Bauwerke nominiert. Die Jury fällt im Januar ihre Entscheidung. Am 9. März findet die Preisverleihung statt.