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Baumschule Graeff punktet mit Pfeffer im Freilandanbau

Roland Graeff will Pfeffer im Freiland anbauen.
Roland Graeff will Pfeffer im Freiland anbauen. FOTO: RWFG
Elbe-Elster. Die Mitglieder der Regionalen Partnerschaft haben in Herzberg drei weitere Projekte bestätigt, die im Modellvorhaben "Land(auf)Schwung" gefördert werden. pm/blu

Acht neue Projekte hatten sich um eine Förderung im Rahmen von "Land(auf)Schwung" beworben. Drei, die den Zielen der Modellregion mit den Schwerpunkten Regionale Wertschöpfungspartnerschaft oder Nachhaltige Bildung gerecht werden, wurden ausgewählt und jetzt in Herzberg präsentiert. Für 2017 gibt es für die Förderung nur noch Förderreserven von 18 000 Euro und 32 000 Euro, die bis Mitte 2018 umgesetzt werden müssen.

In diesem Jahr wird ein kleines Projekt der Baumschule Graeff in Zeischa mit einem sehr innovativen Ansatz unterstützt. Nach vielversprechenden Ergebnissen des Anbaus von Pfeffer im "Labormaßstab" will Geschäftsführer Roland Graeff nun den Freilandanbau in Angriff nehmen. Dafür sollen geeignete Sorten und Methoden für den Anbau und die Verarbeitung seines "Zeischaer Pfeffers" ermittelt werden, um eine wirtschaftliche Produktion zu entwickeln. Für das neue Produkt hat er bereits interessierte Partner in der Region, darunter eine Teichwirtschaft und eine Fleischerei.

Der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft wird 2018 gefördert, um eine neuartige Multimedia-App für die im Schloss Doberlug entstehende, neue Ausstellung mit Besucherinfozentrum zu entwickeln. Zwei "Multitouch-Table" werden künftig als interaktives und vernetzendes Element Gästen schon beim Besuch persönlich zugeschnittene Tourenempfehlungen zum Naturerlebnis in der Region anbieten, erläuterte Katrin Heinrich vom Förderverein.

Mit dem dritten Vorhaben wird die Firma Bauspezi in Bad Liebenwerda als neuer Partner im Schwerpunkt Regionale Wertschöpfung unterstützt. Vertreterin Anja Leisker stellte dem Gremium vor, wie das Unternehmen zukünftig in eigenen Verkaufsräumen regionale Produkte vermarkten will. Dabei werden vor allem Waren mit dem Regionalsiegel angeboten, das die Regionale Wirtschaftsförderung Elbe-Elster vergibt. Das Unternehmen investiert dazu in eine moderne Präsentation der Waren.

Wegen der nur noch begrenzten Förderreserven kamen diesmal ebenso interessante Projekte noch nicht zum Zug. Die Modellregion Elbe-Elster hofft, dass bald weitere Projekte unterstützt werden können und neue Fördermittel für 2018 vom Bundesministerium bald freigegeben werden. Bereits im Juli wurde dafür das fortgeschriebene Förderkonzept vom Landkreis für die bis Ende des Jahres 2019 verlängerte Förderphase eingereicht. Auch der Vertrag ist bereits durch den Landkreis Elbe-Elster, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Land Brandenburg unterzeichnet. Mit der Freigabe sollen bis Ende 2019 weitere 750 000 Euro Fördermittel in die Region fließen.

Zum Thema:
Elbe-Elster ist seit Mitte 2015 eine bestätigte Förderregion im Bundesmodellvorhaben "Land(auf)Schwung". Neben den bereits zum Start zugesagten 1,5 Millionen Euro Fördermitteln wurden im Jahr 2017 weitere 450 000 Euro Förderung für die neue Naturerlebnis-Ausstellung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft im Schloss Doberlug eingeworben. Mit einer Förderung wurden bislang acht Projekte im Schwerpunkt Regionale Wertschöpfungs-Partnerschaft und 14 Vorhaben im Schwerpunkt Nachhaltige Bildung unterstützt.