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| 02:47 Uhr

Baubeginn für Seniorenwohnstätte

Die Bauleute sind am Standort der ehemaligen Schwimmhalle in Bad Liebenwerda angerückt.
Die Bauleute sind am Standort der ehemaligen Schwimmhalle in Bad Liebenwerda angerückt. FOTO: M. Claus/mcl1
Bad Liebenwerda. Die Tätige Gemeinschaft, die in Bad Liebenwerda und Elsterwerda ältere, behinderte und pflegebedürftige Menschen betreut, baut in der Kurstadt eine Seniorenwohnstätte. Das Investitionsvolumen beträgt 6,5 Millionen Euro. Frank Claus

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das die Wohnqualität für ältere Menschen in Bad Liebenwerda weiter deutlich erhöhen soll. Am Standort der ehemaligen Schwimmhalle der Kurstadt baut die Tätige Gemeinschaft 24 barrierefreie Ein- und Zwei-Raum-Wohnungen für ältere Menschen. In der vergangenen Woche war Baubeginn. "Und schon jetzt ist die Nachfrage groß", so Geschäftsführerin Barbara Seeger. Gebaut wird ein vier etagiges Haus, in dem alle Wohnungen über einen Fahrstuhl zu erreichen sind. 16 Zwei-Raum- und acht Ein-Raum-Appartments sind vorgesehen.

Doch das ist nicht alles: Dazu kommt eine Tagespflegeeinrichtung sowie das Dr.-Wolfgang-Liebe-Haus, eine Pflegeeinrichtung für Senioren. Letzteres trägt den Namen des ältesten, noch immer im Berufsalltag stehenden Apothekers im Land Brandenburg und vermutlich in ganz Deutschland. Dem Kurstädter Pharmazierat Dr. Wolfgang Liebe war in Würdigung seiner Verdienste im Jahr 2007 aus Anlass seines 90. Geburtstages die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bad Liebenwerda verliehen worden. Wie Barbara Seeger mitteilt, unterstützt der Apotheker "als langjähriges Vereinsmitglied und Förderer des Vereins" auch den Bau der Seniorenwohnstätte und hat "seine Erlaubnis erteilt, dass das Haus seinen Namen tragen darf." Später sei beabsichtigt, ihn auch im Foyer mit einer Büste zu würdigen. Im Dr.-Wolfgang-Liebe-Haus können 52 Senioren in Einzelzimmern wohnen und gepflegt werden.

Der gesamte Komplex wird über Eck gebaut und erhält einen optisch besonders wirkungsvollen halbrunden Haupteingangsbereich. Direkt hinter dem Haus soll eine Parkanlage mit Wegen zum Spazieren und genügend Sitzmöglichkeiten angelegt werden. Um das Bauvorhaben und die Finanzierung ist lange gerungen worden. Mit der Sparkasse Elbe-Elster habe die Tätige Gemeinschaft eine Bank gewinnen können, mit der sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet werde, so Barbara Seeger. Eine öffentliche Förderung gibt es für das Objekt nicht. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstütze das Vorhaben.

Dabei setzt Barbara Seeger nicht auf ein Seniorenheim schlechthin, sondern auf einen Ort für Kommunikation. Eine Caféteria gehöre ebenfalls zum Haus wie eine Küche. "Wir wollen für die pflegebedürftigen Menschen am Standort selbst kochen und auch den Mietern in den Wohnungen das Angebot unterbreiten, an der Essenversorgung teilzunehmen", so die Geschäftsführerin. Denn mitunter falle es älteren Menschen schwer, täglich selbst zu kochen. Zudem biete das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten auch Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen.

Inzwischen sind die Tiefbauarbeiten im vollen Gange, bis zum Ende des Jahres soll der Rohbau bereits stehen. Der erste Spaten wird offiziell am 19. August in den Boden getrieben. Die Grundsteinlegung wolle die Tätige Gemeinschaft dann mit mehreren Gästen würdig begehen.

Doch schon jetzt weist Geschäftsführerin Barbara Seeger darauf hin, dass der Neubau keine Konsequenzen für die jetzigen Einrichtungen haben werde. "Alle anderen Angebote der Tätigen Gemeinschaft bleiben an ihren Standorten in der Schloßäckerstraße sowie in Elsterwerda erhalten", sagt sie.