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Endlich: Elsterwerdas Ackerstraße wird gebaut
Ein 340 Meter langes Politikum

Start für den Ausbau der Ackerstraße in Elsterwerda – das erste Mal Spatenstich für Anja Heinrich (Mitte) als neue Bürgermeisterin.
Start für den Ausbau der Ackerstraße in Elsterwerda – das erste Mal Spatenstich für Anja Heinrich (Mitte) als neue Bürgermeisterin. FOTO: Frank Claus / LR
Elsterwerda. Freude bei Anwohnern und der Verwaltung: Elsterwerdas Ackerstraße wird gebaut. Von Frank Claus

Sie ist 340 Meter lang, seit 2006 und damit mehr als zehn Jahre Dauerbrenner in Beratungen von Verwaltung und Stadtverordneten: die Ackerstraße in Elsterwerda. Die Noch-Holperpiste ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen B 101 und B 169. Jetzt wird sie endlich grundhaft ausgebaut.

Dass der erste Spatenstich für einen Straßen-Neubau ein derart wichtiger sein würde – für die neue Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) ist es nur ein schöner Zwischenschritt. Seit 2006 werde um Fördermittel, die zwischenzeitlich schon mal so gut wie sicher waren, gerungen. Dann hätten sich die Richtlinien geändert und schließlich sei Elsterwerda selbst in Finanznöte gekommen – habe nicht investieren können, weil die Stadtkasse das nicht her gab. Elsterwerda musste mit Haushaltssicherungskonzept arbeiten.

Die neue Bürgermeisterin würdigte das Engagement der Verwaltung und ihres anwesenden Amtsvorgängers Dieter Herrchen, dem dieser Ausbau am Herzen gelegen habe. Alfred Janko, ein weiterer ehemaliger Bürgermeister, der zudem noch Anwohner dieser Straße ist, freute sich ebenfalls über den Baubeginn.

Gemäß der Tradition in der Stadt führen immer direkt Betroffene die feierlichen Zeremonien  – Spatenstiche oder Banddurchschnitte – durch. Diesmal waren es mit Nathan (1) und Amos (4) Thieme zwei der Jüngsten und mit Arnim Pötzsch, der am Mittwoch seinen 81. Geburtstag feierte, einer der ältesten Bewohner der Straße.

Die Stadt investiert 340 000 Euro in asphaltierte Straße, Gehwege und Regenwasserkanal. Der Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda verlegt für etwa 160 000 Euro die Trinkwasserleitung und die Hausanschlüsse neu und die NBB lässt die Gasleitung erneuern.

„Ich hätte mir ja ein paar Bäume gewünscht“, meinte die Bürgermeisterin noch. Die Bürger wollten sie nicht. Deshalb würden für die 21 Bäume, die in der Ackerstraße standen, nun am Bergfriedhof und im Wohngebiet West neue gepflanzt.