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| 15:57 Uhr

Verkehrsinfrastruktur in Elbe-Elster
Frühling startet mit Straßen-Baustellen

Der desolate Pflasterabschnitt der Landesstraße 59 durch Wainsdorf wird endlich grundhaft erneuert. Im Frühjahr soll der Baustart sein.
Der desolate Pflasterabschnitt der Landesstraße 59 durch Wainsdorf wird endlich grundhaft erneuert. Im Frühjahr soll der Baustart sein. FOTO: Manfred Feller / LR
Elbe-Elster . In Staupitz, Schönborn, Wainsdorf und Oppelhain werden die Ortsdurchfahrten erneuert.

Vier größere Baumaßnahmen auf Landesstraßen in Elbe-Elster sollen nicht irgendwann im Laufe dieses Jahres, sondern in wenigen Wochen gestartet werden. Es handelt sich in allen Fällen um Ortsdurchfahrten. Sie müssen aufgrund ihres teilweise untragbaren Zustandes ausgebaut und mit einer Oberflächenentwässerung versehen werden.

Staupitz. Im II. Quartal beginnen nach Angaben des Auftraggebers Landesbetrieb Straßenwesen die Arbeiten an der L 63 in Staupitz. Diese Ortsdurchfahrt liegt auf der Strecke Lauchhammer – Gorden. Es werden 1,3 Millionen Euro investiert. Der andere Teil der Ortsdurchfahrt (L 62) von und nach Finsterwalde soll anschließend an der Reihe sein.

Schönborn. In der Ortslage Schönborn der Landesstraße 60 wird Mitte des II. Quartals der dritte Bauabschnitt in Angriff genommen. Etwa 900 000 Euro fließen dahinein.

Wainsdorf. Rund 650 000 Euro kostet der grundhafte Ausbau der L 59-Durchfahrt in Wainsdorf in der Gemeinde Röderland. Dort nehmen sich die Bauleute von Anfang April bis voraussichtlich Ende November nicht die komplette, sondern die ungefähr 700 Meter lange Granitpflasterstrecke vor. Es wird unter Vollsperrung gebaut. Für den überörtlichen Verkehr wird es eine weiträumige Umleitung geben.

Mit dem Bau geht ein beinahe unendlich langes Ringen zu Ende. Die wellige Pflasterpiste mit den herausragenden Schachtabdeckungen ist für Kraftfahrer, Fahrzeuge und besonders für die von Lärm und Erschütterungen geplagten Anlieger eine Zumutung. „Ich bin seit 2011 Bürgermeister. Schon meine Vorgängerin hat für den Ausbau gekämpft“, zeigt sich Bürgermeister Markus Terne nun erleichtert.

Nach Auskunft von Röderland-Bauamtsleiter Chris Heller ist die Submission vorige Woche beim Landesbetrieb erfolgt. Die künftige Asphaltstraße wird sechs Meter breit werden. Neben der Bordsteinkante wird beidseitig ein 50 Zentimeter breiter, gepflasterter Sicherheitsstreifen angelegt. Wenn Gehwege angefasst werden müssen, werden sie ohne Kostenbeteiligung der Anlieger wieder hergestellt. „Diese haben dafür schon einmal bezahlt“, so Chris Heller. Allerdings müsse für die Entwässerung der Wege anteilig Geld hingelegt werden. Die Beleuchtung werde nicht angetastet. Die Details zum Bauablauf werden vor dem scharfen Start während einer Anliegerversammlung, die der Landesbetrieb organisiert, erläutert, so der Bürgermeister.

Oppelhain. Die vierte größere Maßnahme ist das Erneuern der Fahrbahndecke entlang der Ortsdurchfahrt (L 622) in Oppelhain. Auch dafür ist Start im Frühjahr, so Andrea Arndt, Leiterin der Landesstraßenmeisterei in Elsterwerda. Darüber hinaus werden auf den Bundes- und Landesstraßen Reparaturarbeiten ausgeführt.

Kleinrössen. Auf vier anderen Baustellen wird in diesem Jahr die Verkehrsfreigabe erwartet. Die denkmalgerechte Instandsetzung der Gewölbebrücke über die Schwarze Elster bei Kleinrössen (L 673) soll im August abgeschlossen werden. Kosten: 1,2 Millionen Euro. Start war Anfang Mai 2017.

Bad Liebenwerda/Elsterwerda. Die ersten Fahrzeuge auf der neuen, 5,3 Kilometer langen Ortsumfahrung (B 183) um Bad Liebenwerda sollen im Herbst rollen. Und dies möglichst zeitgleich mit der Freigabe der B 101 zwischen der Kurstadt und Elsterwerda. Dort wird die Bundesstraße mit wechselseitiger Überholspur ausgebaut. Die Kosten betragen 34,5 beziehungsweise 8,9 Millionen Euro.

Finsterwalde. Ende Juni 2018 soll die verlegte B 96 in Finsterwalde stehen. Der Neubau auf 2,5 Kilometern Länge kostet nach Angaben des Landesbetriebes Straßenwesen fast sieben Millionen Euro. Zu dem Projekt gehören neben dem eigentlichen Straßenbau drei Verkehrsknotenpunkte, ein fünfarmiger Kreisverkehr, eine Lärmschutzwand, ein Lärmschutzwall, sechs Amphibiendurchlässe und das Ertüchtigen der unterirdisch verlegten Leitungen. Die Stadt Finsterwalde und das Amt „Kleine Elster“ sitzen bei dieser Millioneninvestition mit 244 000 Euro mit im Boot. Der erste Spatenstich für die zu verlegende B 96 war am 23. Mai 2016 erfolgt.