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| 01:37 Uhr

Bahnschranke bei Dreska spielte wieder verrückt

Elsterwerda/Hohenleipisch. Entweder die Schranken öffnen sich lange Zeit nicht oder sie schließen sich nicht, obwohl das Warnsignal blinkt. Wer öfter zwischen Elsterwerda und Hohenleipisch unterwegs ist, hat vielleicht schon beide Varianten erlebt. ik

Auch in der vergangenen Woche wurden Autofahrer am Bahnübergang an der Cottbuser Strecke verunsichert. „Das Warnsignal blinkte, aber die Schranke schloss sich nicht", so Bernd Heidenreich, der mit seinem Auto etwa zehn Minuten vor der geöffneten Schranke stand. Auch nachdem ein Zug durchgefahren sei, habe das Signal geblinkt. Später sei die Polizei gekommen, habe den Bahnübergang gesperrt, und alle Autofahrer seien über Kahla Richtung Hohenleipisch oder Finsterwalde geleitet worden.

„Es ist nicht hinzunehmen, wie ich als Bahnkunde von der Bahn behandelt werde", ärgert sich Bernd Heidenreich, der am nächsten Tag die Hotline der Deutschen Bahn anrief. Auch er habe schon gehört, dass Störungen wie die jüngste nahe Hohenleipisch keine Ausnahme sind.

„Mir wurde sehr unfreundlich mitgeteilt, dass mein Anliegen weitergeleitet wird", so Heidenreich.

Wie Bahnsprecher Gisbert Gahler auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitteilte, haben Blitzeinschläge zu Überspannungen geführt. Das habe wiederum Auswirkungen auf die sensiblen Bauteile der Schrankenanlage. Störungen seien auch künftig nicht auszuschließen. Die Schrankenanlagen seien bundesweit unterschiedlicher Bauart, entsprächen aber alle den Anforderungen. Das hieße aber nicht, dass sie verbesserungswürdig sind. „Solange keine Gefährdung vorliegt, besteht kein Grund, die Bauteile auszutauschen", so der Bahnsprecher. Bei den Vorfällen nahe Hohenleipisch spreche man von Störungen, aber keiner Gefährdung. Sollten die Schrankenanlagen erneuert werden, müsse sich die Kommune finanziell beteiligen. Für die Übergänge nahe Hohenleipisch sei derzeit keine Veränderung absehbar. ik