Nach gründlicher Vor-Ort-Betrachtung der Straßensituation waren die Volksvertreter zu dem Schluss gekommen, dass eine abschnittweise Sanierung des Gehweges nicht den gewünschten nachhaltigen Effekt bringen würde. Deshalb nahmen sie von ihrem ursprünglich gefassten Beschluss zur Gehwegsanierung Abstand. Marianna Eule konnte in einer ersten Präsentation von Überlegungen auf bereits 2001 erarbeitete Vorplanungen aufbauen. Die gegenwärtige Fahrbahnbreite von sechs Metern könnte auf 5,50 Meter reduziert werden, und entgegen bisheriger Überlegungen der Gehweg nicht auf 2,25 Metern Breite, sondern nur auf einer Breite von 1,50 Meter ausgepflastert werden. Der verbleibende Streifen könnte begrünt oder mit Bodendeckern bepflanzt werden, wobei bei dieser Entscheidung Fragen der Pflege zu beachten wären. Marianna Eule empfahl, unabhängig von der eventuellen Ausführung der Sanierung, die Planung der Straße in einem Stück vorzunehmen. Die Arbeiten wären dann auch in drei Bauabschnitten vorstellbar. Auf den Vorschlag der Planerin, im Bereich des Friedhofes Parkplätze und dort auch einen Teil der Entwässerung vorzusehen, entgegnete Amtsdirektor Manfred Drews mit der Frage: Wozu Parkflächen am Friedhof, hier soll doch eine Parkanlage entstehen? Wolfgang Neustadt (SPD-Fraktion) konterte: "Dort müssen auf alle Fälle Parkplätze entstehen." Wolfgang Beilich (SPD) drückte die Hoffnung aus, dass die Anlieger auch das Geld für ihre Beiträge erübrigen können. Er erinnerte an die lange Vorgeschichte der Bestrebungen, die Bahnhofstraße zu sanieren. Mitte der 90er-Jahre habe es eine Bürgerinitiative gegeben, der Straße endlich die Lautstärke zu nehmen. Damals sei dies mit dem Verweis auf die lange Lebensdauer des Pflasters aber verhindert worden. Jetzt freue er sich, dass mit einem Asphaltbelag geplant werde. Wolfgang Beilich sprach sich für Parktaschen und dafür aus, dass auch Bäume vorgesehen werden. Sie würden im Interesse der Verkehrssicherheit sehr wichtig sein, weil die Sonne Kraftfahrern morgens und abends zu schaffen mache. Wolfgang Neustadt gab zu bedenken, dass man in einer Anliegerversammlung ergründen sollte, wie die derzeitige Meinung der Bürger ist. Wenn es 60 Prozent Ablehnung zum Vorhaben gebe, dann könne keine große Planung in Auftrag gegeben werden. Doch Amtsdirektor Manfred Drews entgegnete, dass rein rechtlich betrachtet die Gemeindevertretung zuständig für eine Entscheidung zum Straßenausbau sei. Die Planung müsse schon konkret sein, um sie den Bürgern vorstellen zu können. So soll es laut Beschluss der Gemeindevertreter nun auch sein. Noch im April soll die Planerin den Hohenleipischern nun eine neue Vorplanung auf den Tisch legen.