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| 19:33 Uhr

Wildgrube: Feuer noch nicht endgültig gebannt
Telekom-Masten angebrannt – Straße dicht

 Zwischen Tröbitz und Wildgrube: Als wenn der Biber genagt hätte.
Zwischen Tröbitz und Wildgrube: Als wenn der Biber genagt hätte. FOTO: LR / Andreas Claus
Der Bahndamm-Brand zwischen Wildgrube und Finsterwalde beschäftigt die Feuerwehr immer noch. Von Frank Claus

Auch drei Tage nach dem ausgedehnten Bahndammbrand zwischen Wildgrube und Finsterwalde – vermutlich ausgelöst durch Funkenflug eines vorbeifahrenden Zuges – kommen die Feuerwehren im Stadtgebiet Uebigau-Wahrenbrück nicht zur Ruhe. Zwar konnte am Sonntag um 13.20 Uhr die Großschadenslage aufgehoben werden  – auch Wälder und Getreidefelder entlang der Strecke hatte der Brand erfasst – aber im Raum Wildgrube flammt das Feuer immer wieder auf.

Betroffen ist der Bereich rund um die ehemalige und inzwischen abgerissene Brikettfabrik in Wildgrube. Rund um die Fabrik hat sich durch die jahrzehntelange Nutzung eine dicke Kohlestaubschicht auf dem Boden gebildet. Mario Harnisch, als stellvertretender Kreisbrandmeister auch Einsatzleiter beim Großbrand: „Wir haben da schon einen Schaumteppich drüber gelegt, aber trotzdem fackelt es immer wieder.“ Im Boden hätten sich mehrere Glutnester gebildet. „Unsere Feuerwehren rücken im Sechs- bis Acht-Stunden-Rhythmus immer wieder dorthin aus“, so Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus. Deshalb ist die L60 zwischen der Kreuzung Tröbitz und der Ortslage Wildgrube weiter gesperrt.

Auch, weil dort zwischen 10 und 15 Telekom-Masten brannten und nun gefährlich instabil sind. Die Telekom habe am Dienstag Mitarbeiter zur Begutachtung vor Ort geschickt.

 Zehn bis 15 Masten sind stark angekohlt und nun instabil.
Zehn bis 15 Masten sind stark angekohlt und nun instabil. FOTO: LR / Andreas Claus

Bürgermeister Andreas Claus: „Es ist ein Einsatz, der uns alle mächtig fordert. Vielen Dank an die Kameraden, Helfer, die technische Einsatzleitung, den Landkreis und auch an die Bürger, die bei der Versorgung der Feuerwehrleute halfen.“ Hilfe beim endgültigen Ablöschen sei ihm aus dem Amt Elsterland zugesagt worden.