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Traum vom Eigenheim
Bagger frei fürs neue Wohngebiet

Erster Spatenstich neues Wohngebiet Bad Liebenwerda Feldstraße - Thomas Richter (r.), Martin Ehring (l.)
Erster Spatenstich neues Wohngebiet Bad Liebenwerda Feldstraße - Thomas Richter (r.), Martin Ehring (l.) FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. Tina Stapel und Daniel Hoppe, die beide aus Kröbeln stammen, aber schon länger in Bad Liebenwerda zur Miete wohnen, können es kaum erwarten. Die jungen Leute wollen sich endlich ihren Traum vom eigenen Heim erfüllen.

Wo? Das wissen sie schon ganz genau. In der Feldstraße der Kurstadt und damit mitten im Grünen. Das Grundstück haben sie bereits gekauft, das Hausprojekt ist fertig. Nun werden die letzten Details, unter anderem zur Lage der Versorgungsleitungen besprochen.

Da haben sie den Bauherrentag am Sonnabend natürlich gern genutzt, um mit den Fachleuten diese Fragen zu klären. Wie sie auf den Standort gekommen sind? "Wir suchen schon seit drei Jahren nach einem schönen Standort in Bad Liebenwerda und haben dann erfahren, dass in der Feldstraße ein Wohngebiet für Eigenheime erschlossen werden soll. Bei Spaziergängen mit dem Hund haben wir uns das Gebiet angeschaut. Es hat uns gleich gefallen. Und so sind sie jetzt die Ersten, um deren Grundstück schon rot-weißes Baustellenband flattert.

Auch ein Ehepaar in den mittleren Jahren lässt sich umfassend beraten. "Wir kommen vom Niederrhein. Unser Sohn arbeitet jetzt hier in der Region. Er wird nicht wieder zurückkommen, dann ziehen wir eben hier her." Sie möchten sich ein kleines Häuschen bauen.

Für ihre Tochter schaut sich eine Frau auf dem Gelände, das noch Platz für 14 Eigenheime bietet, um. "Wir arbeiten noch im Ausland und wollen wieder zurück", erklärt sie. Und auch ein Jessener nimmt den Termin für seine Tochter, die jetzt in Bad Liebenwerda mit ihrem Lebenspartner arbeitet, wahr. "Sie haben sich ihr Grundstück schon ausgesucht und es reserviert", berichtet der Mann. "Erst war ich ja ein bisschen traurig, dass sie nicht wieder nach Hause kommen. Aber jetzt glaube ich, es ist gut so. Vielleicht übernimmt ein Enkel ja mal unser Grundstück."

Bürgermeister Thomas Richter (CDU) ist froh über so viel Interesse und sieht sich bestätigt. "Wir müssen auch neue Wege gehen. Deshalb haben wir mit unserer städtischen Tochter, der Haus- und Grundbesitzgesellschaft mbH, den Eigenheimstandort entwickelt." Die IGB, wiederum einhundertprozentige Tochter der HGB, übernimmt die Vermarktung. Stephanie Tillig kann am Bauherrentag jede Frage der künftigen Bauherren beantworten. Am 16. Oktober rollen die Bagger an. Bis Ende des Jahres soll, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, die Erschließungsstraße fertig sein. Der Quadratmeter Bauland kostet zwischen 40 und 43 Euro. Alle Medien (Wasser/Abwasser, Regenwasser, Strom, Kabelfernsehen, Kommunikation und Erdgas) werden dann anliegen.

Momentan wird es am Ende der Straße einen Wendehammer für die Versorgungsfahrzeuge geben. "Wenn die Nachfrage weiter steigt, haben wir aber auch die Möglichkeit, das Gebiet zu erweitern", so HGB-Geschäftsführer Martin Ehring. Die Gespräche dafür würden jetzt ebenfalls schon geführt.