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| 01:04 Uhr

Baden in der Kiesgrube Zeischa ist kreuzgefährlich

Zeischa.. Dem einen sein Freud, dem anderen sein Leid. Frank Hilbert

Peter Leberecht, Betriebs- und Verkaufsleiter der Weiland GmbH an der Kiesgrube Zeischa, kann ein Lied davon singen - und die RUNDSCHAU-Redaktion inzwischen auch, denn wie in jedem Jahr zieht es immer wieder viele Sonnenhungrige und Badelustige an diesen Baggersee. Brandenburger wie Sachsen haben dieses Areal zu ihrer Freizeitdomäne erklärt, da kann der Besitzer dieses Betriebsgeländes offenbar machen, was er will.
Doch der Badespaß ist kreuzgefährlich, wie Peter Leberecht im RUNDSCHAU-Gespräch betont. "Rutschungen, auch unter Wasser, sind jederzeit möglich. Dann hat ein Badender in diesem zwischen fünf und 20 Meter tiefen Baggersee keine Chance. Deshalb möchte ich an alle appellieren, dieses Gelände nicht als Badestrand nutzen und sich von unserem Betriebsgelände fern zu halten", so Peter Leberecht, der dies nicht nur im Interesse der Gesundheit der sich hier unrechtmäßig aufhaltenden Menschen sagt, sondern auch im ureigensten Firmeninteresse.
Denn wie schon im vorigen Jahr gibt es einige Zeitgenossen, die nicht nur zum Baden oder Sonnen das Firmengelände "erobern".
"Die Zerstörungen nehmen zu. Da verschwinden Bandrollen, werden Sicherheits-Reißleinen zerrissen und Pontons entwendet oder verlegt. Das alles führt zu Arbeits- und Produktionsausfällen unsere zum Teil zweischichtig arbeitenden zehn Mitarbeiter", ärgert sich der Betriebsleiter.
Ärgerlich sei auch die Tatsache, dass die Kiesgruben-Bader beim Verlassen des Geländes selbiges in einem unzumutbaren Zustand zurück lassen. "Da liegen dann jede Menge Müll und auch Glasscherben herum", weiß Peter Leberecht. Zwar habe man auf einen Wachschutz wie im vorigen Jahr verzichtet, doch sei weiterhin jemand im Auftrag der Firma angestellt, um das Gelände gegen unberechtigte Zutritte zu schützen.
"Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch rechnen. In diesem Jahr musste dies bereits einige Male erfolgen", sagt Peter Leberecht, der nochmals darauf verweist, dass das gesamte Kiesgrubengebiet außerhalb des Waldbades für Fremde verbotenes Bergbaugelände ist.
Die Ordnungshüter von Bad Liebenwerda würden zwar schon sehr viele Knöllchen für Falschparker rings um die Kiesgrube verteilen, doch wünschte sich die Firma, dass sowohl Polizei als auch Ordnungsamt der Kurstadt noch konsequenter in diesem Bereich durchgreifen würden.