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Bad Liebenwerda nimmt Abschied vom ältesten Apotheker Brandenburgs

Trauerfeier für im Alter von 100 Jahren verstorbenen Apotheker in Bad Liebenwerda.
Trauerfeier für im Alter von 100 Jahren verstorbenen Apotheker in Bad Liebenwerda. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. Am Sonnabend ist der am 1. August im Alter von 100 Jahren verstorbene, älteste Apotheker Brandenburgs, Wolfgang Liebe, in seiner Heimatstadt Bad Liebenwerda (Elbe-Elster), wo er bis zum vergangenen Jahr noch Patienten und Kunden seiner Löwen-Apotheke bediente, beigesetzt worden. Frank Claus

Etwa 150 Gäste haben in der evangelischen Kirche an der Trauerfeier für den Bad Liebenwerdaer Ehrenbürger, Träger des Bundesverdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland und mit der Ehrendoktorwürde gewürdigten Mannes teilgenommen. Bürgermeister Thomas Richter würdigte ihn unter anderem mit den Worten: "Mit offenem Herz und - wenn nötig - auch mit offener Hand war Wolfgang Liebe immer für seine Stadt und ihre Menschen da." Auch nach seinem Tod wird die Stadt diese Unterstützung weitererfahren. Schon zu Lebzeiten hat der Pharmazierat im Jahr 2012 die gemeinnützige Dr. h.c.-Wolfgang-Liebe-Stiftung mit einem Startkapital von 450 000 Euro gegründet und sie zu seiner Alleinerbin erklärt. Mit dem nun erfolgten Verkauf seiner Löwen-Apotheke und der Zuführung seines Privatvermögens werde sich das Stammkapital jetzt etwa vervierfachen, bestätigt Rechtsanwältin Karin Kohler, die als Testamentsvollstreckerin des Nachlasses von Apotheker Liebe fungiert. Die Stiftung verfolge drei Zwecke: Förderung der Altenhilfe, der Bildung von Kindern und Jugendlichen und bürgerschaftlichen Engagements. Momentan würde an der Zusammensetzung des Stiftungsrates gearbeitet.

Pfarrer Torben Linke, der kurz vor dessen Tod noch mit dem Apotheker sprach, erklärte: "Wolfgang Liebe hat mir berichtet, dass Geben für ihn Lebensglück bedeutet habe."