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| 19:18 Uhr

Bad Liebenwerda hat ein Spiel gegen Langeweile entwickelt
Wenn’s mal wieder dauert: Kurli!

Genau richtig zum Ferienstart: Bad Liebenwerda hat ein „Kurstadtspiel mit Kurli“ entwickelt. Vorgestellt wurde es am Mittwoch in der Touristinformation. Es ist kinderleicht zu spielen und bietet zudem jede Menge Anregungen für Ausflüge in der Kurstadt.
Genau richtig zum Ferienstart: Bad Liebenwerda hat ein „Kurstadtspiel mit Kurli“ entwickelt. Vorgestellt wurde es am Mittwoch in der Touristinformation. Es ist kinderleicht zu spielen und bietet zudem jede Menge Anregungen für Ausflüge in der Kurstadt. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Bad Liebenwerda hat ein neues Spiel entwickelt und setzt auf Gastronomen, Beherberger und all die Einrichtungen, in denen Eltern mit Kindern mal etwas warten müssen. Von Frank Claus

Wer kennt es nicht? Kinder werden quengelig, wenn sie beim Gaststättenbesuch mal etwas länger auf das Essen warten müssen. Oder wenn es im Hotel oder der Pension mal langweilig wird. Selbst im Wartezimmer beim Arzt könnte „Kurli“, so heißt das Kurstadt-Maskottchen, jetzt helfen, die Zeit zu verkürzen. Und das Ganze hat auch noch lehrreiche Effekte – für Eltern und Kinder.

Kerstin Jahre, die Leiterin der Touristinformation in Bad Liebenwerda, hatte die Idee. „Ich habe ein ähnliches Spiel im Urlaub entdeckt und gesehen, wie viel Spaß Kinder und Eltern damit haben“, sagt sie. Das „Kurstadtspiel mit Kurli“ geht ganz einfach: Der Spieler würfelt und je nach gewürfelter Ziffer setzt er seine Spielfigur auf die roten Spielfelder, einschließlich der dargestellten Käfer. Die Käferspielfelder sind Aktionsfelder und beschreiben die einzelnen Aktionen, zum Beispiel „Rutscht Du in der Lausitztherme Wonnemar noch einmal und setzt dadurch eine Spielrunde aus“. Das Spiel besitzt elf Aktionsfelder, somit wird der Spielablauf nicht langweilig und der Spielspaß ist garantiert.

Originell sind die Spielfiguren, die auf einem 3-D-Drucker im Maasdorfer Natoureum hergestellt werden. Es sind nicht wie beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“ kleine Männchen, sondern kleine Lubwarttürme – und damit ein weiteres Wahrzeichen der Stadt.

Informativ ist das Spiel für alle Einwohner und Gäste der Stadt, denn 28 Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps werden in aller Kürze beschrieben. Für Bürgermeister Thomas Richter ist es ein gelungenes Marketinginstrument. Er kann sich sogar vorstellen, das Spielfeld Kindereinrichtungen im größeren Maßstab zur Verfügung zu stellen. Vielleicht, so sinniert er, passt es auch in unseren Kurpark.

Kerstin Jahre will das Spiel jedenfalls ganz schnell bekannt machen und am liebsten bald in allen Haushalten zu Hause wissen. Deshalb sei die Kooperation mit dem Herzberger Wittich-Verlag, der auch den Stadtschreiber in einer Auflage von etwa 7000 Exemplaren druckt, ideal gewesen. Ende Juli soll das Spiel allen Ausgaben beigelegt werden. Um es dann aber wirklich spielen zu können, müssen die Figuren samt Würfel für 3,60 Euro in der Touristinformation erworben werden. Der Erlös diene der Finanzierung des Projektes und der weiteren Entwicklung der Kurstadt. „Ich glaube schon, dass uns unsere Einwohner dabei unterstützen“, sagt Kerstin Jahre. Sie hat eine weitere Idee. „Wir wollen das Spiel schnell bekannt machen. Deshalb suchen wir leere Geschäfte, deren Inhaber uns ihre Schaufensterfronten zur Verfügung stellen.“ Anruf unter 035341 6280 mit Angabe der Schaufenstergröße genügt.

Ist die 13 nun eigentlich eine Glückszahl? Am Freitag, den 13., sollen die ersten Spiele in der Touristinformation zu haben sein.  Und damit genau richtig zum Ferienstart. Viele Großeltern dürften jetzt ihre Enkel empfangen. Da ist es gut, sich mit „Kurli“ gleich einen Ausflugsplan zu schmieden.

Bad Liebenwerda bietet eine ganze Reihe Souvenirs für Kinder, und nicht nur sie, in der Touristinformation an. Einfach mal reinschauen!
Bad Liebenwerda bietet eine ganze Reihe Souvenirs für Kinder, und nicht nur sie, in der Touristinformation an. Einfach mal reinschauen! FOTO: LR / Frank Claus