ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:34 Uhr

Bad Liebenwerda hat im Vergleich zu 2015 nur drei Einwohner weniger

Bad Liebenwerda. Allen Unkenrufen über sinkende Einwohnerzahlen und in der Vergangenheit häufig geäußerten düsteren Bevölkerungsprognosen bis ins Jahr 2030 zum Trotz entwickelt sich Bad Liebenwerdas Einwohnerzahl im Saldo erstmals wieder fast ausgeglichen. Das erklärt Bürgermeister Thomas Richter (CDU). Frank Claus

Seinen Zahlenangaben zufolge hat Bad Liebenwerda im Jahr 2016 über 374 Zu- und 295 Wegzüge verzeichnet und somit ein Plus von 79 ausweisen können. Bei 142 Sterbefällen und 60 Geburten habe Bad Liebenwerda im Saldo damit nur drei Einwohner verloren. Im Jahr 2015 habe der Einwohnerverlust noch knapp 100 betragen. "Noch etwas besser als wir ist Falkenberg", erklärte der Bürgermeister. Die Stadt könne sogar ein leichtes Plus aufweisen.

Außerordentlich positiv sei, dass bis auf Kröbeln alle zehn Kindereinrichtungen der Stadt ausgelastet seien. Kein Elternteil musste mit seinem Wunsch nach einem Kita-Platz abgewiesen werden. In diesem Zusammenhang machten Andrea Wehle und Susanne Dietrich vom "Gänseblümchenverein" der gleichnamigen Kita in Kröbeln auf Ängste aufmerksam. In der Kita gebe es einen Sanierungsstau. Das erschwere eine bessere Auslastung.

In den Einrichtungen werde in teils erheblichem Umfang modernisiert. Die Kneipp-Kita "Pfiffikus" in Zeischa ist dabei der größte Brocken. 750 000 Euro werden dort in die Sanierung gesteckt. In der Kita "Am Fliegerberg" in Thalberg sollen 78 800 Euro aufgewendet werden, um nötige Arbeiten am Zaun, am Schuppendach und in den Sanitäreinrichtungen zu realisieren. 18 500 Euro sind für die Kita "Schwalbennest" in Möglenz im Haushalt eingeplant. Dort müssen das Flachdach und die Elektroanlage repariert werden. 9000 Euro sollen für erste drängende Maßnahmen nach Kröbeln fließen und der fast gleiche Betrag ist für die Kita "Villa Kunterbunt" in Bad Liebenwerda vorgesehen.