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| 18:42 Uhr

Mit einem Augenzwinkern
Landesbetrieb plant erstes Freilichtmuseum

Seit Oktober des vergangenen Jahres fertig aber immer noch „jungfräulich“: Die Verbindungsstraße samt Kreuzung zwischen B 101 und B 183.
Seit Oktober des vergangenen Jahres fertig aber immer noch „jungfräulich“: Die Verbindungsstraße samt Kreuzung zwischen B 101 und B 183. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Der seit Oktober fertiggestellte B 101/B 183-Abschnitt bei Bad Liebenwerda soll die Geschichte des Straßenbaus dokumentieren. Von Frank Claus

Zunächst war in Bad Liebenwerda geglaubt worden, auf dem seit Oktober des vergangenen Jahres fertiggestellten Verbindungsstück zwischen der B 101 und der B 183-Kreuzung würde irgendwann einmal Verkehr rollen. Bislang hieß es, dass eine Inbetriebnahme scheitere, weil Schildertafeln fehlen und es Sorgen mit einer Ampelanlage gäbe. Deren Ausleger würden möglicherweise zu dicht an darüber befindlichen Hochspannungsleitungen stehen.

Doch jetzt ist es raus: Der Landesbetrieb Straßenwesen plant in diesem Abschnitt das erste Freiluftmuseum zur Geschichte des Straßenbaus im Land Brandenburg – und zwar von den Anfängen bis ins moderne Heute. Deshalb sei auch die Straße nach neuesten Erkenntnissen gebaut worden.

Die Ausstellungsstücke sollen vielfältig sein – den Wandel von Schippen, Spaten und Transporttechnik ebenso zeigen, wie alte Teerkübel, die ersten Asphaltfertiger und Walzen. Die Nähe zur Tankstelle sei bewusst gewählt worden, da es auf Wunsch auch immer Vorführungen der dieselbetriebenen Aggregate und Maschinen geben solle. Auch die Einlasskontrolle werde perfekt gestaltet. Natürlich über eine Ampelregelung.  Eingespielt werde dazu das altbekannte DDR-Kinderlied: „Bei Rot musst du warten, bei Grün musst du starten, das merke dir gut und sei auf der Hut!“

Regelrecht Zoff gibt es auf Ministeriumsebene wohl noch darüber, wie Planungszeiträume von Einst und Heute dokumentiert werden sollen. Sicher ist: Aus dem schier unendlich großen Fundus von Planzeichnungen und Genehmigungsverfahren am Ende doch nicht oder noch nicht umgesetzter Vorhaben solle ein Infoportal errichtet werden - natürlich digital. Bleibt nur noch der Eröffnungstermin: Der könne nicht genannt werden, weil Schilder fehlen und eine Ampel-Glühbirne nicht geliefert werden kann.