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| 18:52 Uhr

Straßenbau in Elbe-Elster
Endspurt auf Baustellen B 183 und B 101

B 183 Ortsumfahrung Bad Liebenwerda: ein Blick auf die Elsterbrücke. Dort werden gegenwärtig die Vorbereitungen zum Abdichten der Brücke und zum Auftragen des Gussasphalts getroffen. Beidseitig wird zudem am Aufbau der Kollisionsschutzwand gearbeitet.
B 183 Ortsumfahrung Bad Liebenwerda: ein Blick auf die Elsterbrücke. Dort werden gegenwärtig die Vorbereitungen zum Abdichten der Brücke und zum Auftragen des Gussasphalts getroffen. Beidseitig wird zudem am Aufbau der Kollisionsschutzwand gearbeitet. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Endspurt auf der Baustelle B-183-Ortsumfahrung und dreistreifiger Ausbau der B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda. Von Frank Claus

Es flutscht weiter auf den großen Straßenbaustellen der Kurstadt Bad Liebenwerda. Inzwischen steht fest: Sowohl die B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda als auch die dreistreifig ausgebaute B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda werden Anfang Oktober übergeben. Gut möglich, dass letztere sogar einige Tage vorher in Betrieb geht. Was wichtig ist: Alle Bauaufträge sind vergeben, also auch die für die Markierungsarbeiten, den Aufbau der Beschilderung und die Installation der seitlichen Schutzeinrichtungen. Das bestätigt der Landesbetrieb Straßenwesen auf Nachfrage. Auch die nächsten, besonders wichtigen Terminketten stehen fest: So wird nach Angaben von Bauüberwacher Volker Fuhrmann ab 23. Juli die Asphalt-Tragschicht im herkömmlichen Verfahren auf der B 101 eingebaut. Im Kompaktverfahren werden danach in einem Gang Binder- und Deckschicht auf die Fahrbahn aufgetragen. Auch das letzte Teilstück zwischen Einfahrt Gewerbegebiet Haida und Abzweig Kraupa erhält eine neue Deckschicht.

Sorge, dass es zu Rissen in der neuen Fahrbahn kommen könnte, weil vorhandene und aufgeschotterte Straßen nun überzogen werden, hat der Bauüberwacher nicht. „Wir bauen eine sehr belastbare Tragschicht ein.“ Jedes andere Verfahren wäre auch unvertretbar teuer geworden. So sei zum Beispiel die Komplettentsorgung der schadstoffbelasteten Altfahrbahn ebenso wie der Einbau sogenannter Geogitter im Übergangsbereich geprüft worden. Beides hätte zu enormen Kostensteigerungen geführt.

Sobald die Asphaltarbeiten beginnen, wechseln die Tiefbauer an die Kraupaer Seite, um dort den Anschluss des Wirtschafts- und Radweges herzustellen. Zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda gibt es nach Fertigstellung der Straße einen durchgängigen 2,50 Meter breiten Radweg. Im Bereich zwischen den Kreuzungen Abzweig Prieschka und Alte Frankfurter Straße (Einfahrt nach Dobra) entsteht ein 3,50 Meter breiter Wirtschaftsweg. Von dieser Einfahrt bis zur Tankstelle verbleibt nur ein Radweg. Beidseitig der Durchlässe für Fischotter und Co. werden Zäune gezogen, die dann auch das Betreten des Kiessees in diesen Bereichen verhindern.

Auch bei der Fertigstellung der B-183-Ortsumfahrung flutscht es. Bis auf die Elsterbrücke sind alle Überbauten bereits mit Gussasphalt versehen. Über der Elster soll er nächste Woche eingebaut werden. Am 26. und 27. Juli rollt dort der Fertiger an, um die letzte Schicht, die Asphaltdeckschicht, aufzutragen. An den Nebenanlagen gibt es noch einiges zu tun.

Selbst Unvorhergesehenes bringt die Bauleute jetzt nicht aus dem Konzept. Zum Beispiel, dass  einen aufgeschütteten Berg Muttererde Rauchschwalben für sich entdeckt haben. „Wir haben diesen Bereich abgesperrt und werden den Berg erst nach Brutende umsetzen“, sagt der Bauüberwacher.

In vollem Gange ist gegenwärtig der Aufbau der Kollisionsschutzwand auf der Elsterbrücke. Alle Pfeiler stehen, in einem Großteil sind auch die Scheiben bereits eingesetzt.

Dreistreifiger Ausbau der B 101 von Bad Liebenwerda nach Elsterwerda. Die Konturen der neuen Kreuzung am Abzweig Waldbad/Prieschka sind erkennbar.
Dreistreifiger Ausbau der B 101 von Bad Liebenwerda nach Elsterwerda. Die Konturen der neuen Kreuzung am Abzweig Waldbad/Prieschka sind erkennbar. FOTO: LR / Frank Claus