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| 17:59 Uhr

Schleppende Bauarbeiten enden endlich
Asphalt rein, raus, rein auf B 101-Brücke in Elsterwerda

 Weil sich auf der Dauerbaustelle B 101-Brücke über die Bahnstrecke in Elsterwerda Senken in der Fahrbahn gebildet hatten, musste abschnittsweise der Asphalt wieder herausgefräst und am Dienstag neu eingebaut werden. Doch das ist noch nicht das Ende der Arbeiten auf diesem wichtigen Bauwerk.
Weil sich auf der Dauerbaustelle B 101-Brücke über die Bahnstrecke in Elsterwerda Senken in der Fahrbahn gebildet hatten, musste abschnittsweise der Asphalt wieder herausgefräst und am Dienstag neu eingebaut werden. Doch das ist noch nicht das Ende der Arbeiten auf diesem wichtigen Bauwerk. FOTO: LR / Manfred Feller
Elsterwerda. Nach drei Jahren mit Abriss und Aufbau soll die neue B 101-Überführung in Elsterwerda tatsächlich mit einiger Verspätung Ende Juli fertig werden. Doch der aktuellen Kleinbaustelle auf der Brücke folgt die nächste. Von Manfred Feller

Die wenigsten Kommentare der zum x-ten Male beiderseits der neuen B 101-Bahnüberführung in Elsterwerda im Stau Stehenden sind druckreif. Mal rollt der Verkehr wochenlang ungehindert darüber, dann folgt wieder eine Einschränkung. Nimmt das nach fast drei Jahren Bauzeit gar kein Ende?

Jürgen Schierz aus Elsterwerda wundert sich, dass die Öffentlichkeit die ganze Zeit relativ ruhig geblieben ist. Er findet es unverständlich, dass es immer wieder Phasen gegeben habe, in denen auf der Baustelle kaum Arbeiter zu sehen waren. Dann ging es wieder voran.

Zuletzt war ein Tempo-30-Schild abhanden gekommen. Dies und die immer noch fehlende Markierung habe einzelne Kraftfahrer gar zum gefährlichen Überholen auf der Brücke animiert. „Ich habe schon viele Baustellen und Brücken gesehen. Die waren nach einem Jahr erledigt. Hier wird das Chaos wahrscheinlich noch weitere Monate andauern“, befürchtet der Elsterwerdaer.

 Am Montag und Dienstag Baustellenstau in beiden Richtungen auf der neuen Bahnüberführung in Elsterwerda. Nicht nur Linienbusse verspäteten sich. Auch Rettungswagen mit Blaulicht steckten fest.
Am Montag und Dienstag Baustellenstau in beiden Richtungen auf der neuen Bahnüberführung in Elsterwerda. Nicht nur Linienbusse verspäteten sich. Auch Rettungswagen mit Blaulicht steckten fest. FOTO: LR / Manfred Feller

„Ende Juli sind wir fertig“, legt sich Manfred Ragotzky, Sachgebietsleiter im Dezernat Konstruktiver Ingenieurbau des Landesbetriebes Straßenwesen als Bauherr, fest. Auch er möchte endlich einen Haken hinter diese Dauerbaustelle machen. Am Mittwochmittag soll die jüngste zweieinhalbtägige Einschränkung enden. Seit Montag wurden zwei Senken beseitigt, die sich in dem noch jungen Asphalt mitten auf der Brücke gebildet hatten. Parallel dazu werden der Entwässerungsanschluss von der Brücke zur Hauptleitung und die fehlenden sechs Borde gesetzt.

Warum die Markierung warten muss

Doch damit nicht genug. Es steht die vom Elsterwerdaer Baustellenbeobachter Jürgen Schierz bemängelte, weil immer noch fehlende Fahrbahnmarkierung aus. Sie ist besonders für den Ein- und Ausfahrtsbereich von und zum Wohngebiet West wichtig. Diese Arbeit soll während ein bis zwei Tagen in der Woche ab dem 22. Juli erfolgen – wahrscheinlich ohne Ampelregelung, aber mit Absperrhütchen. Der frische Asphalt müsse eine Weile liegen, damit die Fettschicht abgefahren wird, so Manfred Ragotzky. Erst dann könne die Markierung garantiefest aufgebracht werden. Im anderen Fall würden sich die weißen Linien verfärben.

Zu den letzten Arbeiten gehöre auch das Montieren des Geländers auf der Brücke. Es habe Lieferschwierigkeiten gegeben. Erst dann erfolge die Freigabe für Fußgänger. Ebenfalls unabhängig vom fließenden Verkehr werden im Herbst noch 60 Sträucher und Bäume auf dem verbliebenen Damm aus Ausgleich für die gefällten Gehölze gepflanzt.

Firmen bis über beide Ohren in Arbeit

Warum hat alles so lange gedauert? „Die Baufirmen, Mischwerke und Fertiger arbeiten an ihrer Kapazitätsgrenze“, sagt Manfred Ragotzky mit Blick auf die vielen wichtigen Baustellen im Land. In Elsterwerda habe es während der langen Bauzeit zwar Einschränkungen, jedoch keinen Verkehrsnotstand gegeben.

Auf der anderen Seite würden sich Firmen auf mehrere Ausschreibungen bewerben, weil sie nicht absehen können, für welchen Auftrag sie den Zuschlag erhalten. Mensch und Technik müssen beschäftigt werden. Bei zu vielen Aufträgen käme manch ein Unternehmen dann in Schwierigkeiten.

 Auf diesem Damm neben der Bahnüberführung in Elsterwerda muss noch gesät und im Herbst gepflanzt werden. Dann sollte das Bauwerk komplett fertig sein.
Auf diesem Damm neben der Bahnüberführung in Elsterwerda muss noch gesät und im Herbst gepflanzt werden. Dann sollte das Bauwerk komplett fertig sein. FOTO: LR / Manfred Feller