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| 12:43 Uhr

Es brummt beim B 101-Ausbau
Ab Mittwoch auf der Behelfspiste

Die Asphaltarbeiten sind auf der Behelfsstrecke abgeschlossen. Bankette sind hergestellt und Leitpfosten gestellt. Nun fehlen nur noch die Markierung und einige Verkehrszeichen.
Die Asphaltarbeiten sind auf der Behelfsstrecke abgeschlossen. Bankette sind hergestellt und Leitpfosten gestellt. Nun fehlen nur noch die Markierung und einige Verkehrszeichen. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda weiter mit Tempo 70. Von Frank Claus

Am 25. April wird der Verkehr auf der B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda im Laufe des Tages von der Bundesstraße auf die direkt daneben verlaufende Behelfsstraße gelenkt. Das „Provisorium“ wird bis dahin mit fast allem „Pipapo“ ausgebaut, um auch während des dreistreifigen Ausbaus der B 101 mit Tempo 70 zwischen beiden Städten rollen zu können. Die etwas über sechs Meter breite Behelfsstraße hat deshalb nicht nur Bankette erhalten, sondern wird auch mit Leitpfosten und Fahrbahnmarkierungen ausgestattet, so Bauüberwacher Volker Fuhrmann. Am Donnerstag und Freitag ist an den Abbiegespuren nach Dobra und den Auffahrten auf die Behelfsstraße aus dem Gewerbegebiet Haida und aus Richtung Prieschka gebaut worden. Die Auffahrten werden je nach Baufortschritt an der Bundesstraße flexibel an die Behelfsstraße angepasst.

Parallel ist ein Großteil des Baugrundes für die dritte, neue Spur an der künftigen B 101 eingebaut worden. Auf der alten Trasse wird übrigens nicht der gesamte Aufbau entfernt. Dort ist zu DDR-Zeiten Teer verbaut worden, der polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phenole enthält, welche krebserregend sind. Die Verwendung ist in Deutschland im Straßenbau seit 1984 verboten.

Äußerlich unterscheiden sich Teer und der heute verwendete  Asphalt geringfügig durch Geruch und Aussehen. Bitumen ist fast geruchlos und schwarz gefärbt. Teer dagegen riecht leicht süßlich und besitzt eine leichte Braunfärbung.

„Die Entsorgung des alten Materials würde die Kosten enorm in die Höhe treiben“, sagt der Bauüberwacher. Eine Gefährdung auf das Erdreich gehe in seiner jetzt abgebundenen Form nicht aus. Im Zuge der Bauarbeiten werde speziell in den neuen Trassenabschnitten so hoch verdichtet, dass die Gefahr des Absenkens und damit Rissbildung nicht bestünde. „Außerdem bauen wir hoch genug drüber“, so Volker Fuhrmann, der auch bestätigt, dass es dank der ausgezeichneten Arbeit der Bauleute noch immer richtig gut „flutscht“.