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Gorden/Oppelhain
Avisierte Brückensperrung bei Gorden sorgt für Protest

Gorden/Oppelhain. Sinn des Floßgrabens soll zunächst geprüft werden.

Die vom Plessaer Amtsdirektor Göran Schrey bis zum Jahresende avisierte Sperrung der sanierungsbedürftigen Brücke auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Gorden und Oppelhain sorgt für mächtigen Wirbel. „Mich haben viele Anfragen von Nutzern außerhalb der Gemeinde erreicht“, sagt er. Dies unterlege einmal mehr die regionale Bedeutung dieser einst einspurig vornehmlich für die Landwirtschaft gepflasterten Straße. Der Amtsdirektor hatte vor Wochen die Kreisverwaltung schriftlich gebeten zu prüfen, ob eine finanzielle Unterstützung für Straßenunterhalt und Brückenneubau oder gar die Höherstufung möglich wäre. Baulastträger wäre dann der Kreis. Eine Antwort habe er noch nicht erhalten.

Auch Fred Wickfeld, Bürgermeister der Gemeinde Gorden-Staupitz, auf deren Gemarkung die Straße zum Teil liegt, bleibt dran: „Wir halten den Druck aufrecht.“ Er stimmt den Verantwortlichen des Agrarbetriebes in Oppelhain zu, die Straße und Brücke für das Bewirtschaften ihrer Flächen brauchen, dass eine einfache Lösung reicht: statt neuer Brücke lediglich ein Durchlass im Floßgraben und darüber den Straßenaufbau. Zunächst sollte die Amtsverwaltung jedoch klären, warum es den Graben überhaupt noch gibt, wenn seit vielleicht zehn Jahren kein Wasser mehr durchgeflossen sei.