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| 10:17 Uhr

Wer rastet, der rostet!
Bewegt und mobil älter werden

 Hirschfelder diskutieren über Möglichkeiten zur Erhaltung der eigenen Mobilität und Lebensfreude. Anregungen dazu erhalten sie durch die Ausstellung.
Hirschfelder diskutieren über Möglichkeiten zur Erhaltung der eigenen Mobilität und Lebensfreude. Anregungen dazu erhalten sie durch die Ausstellung. FOTO: Wolfgang Kniese
Hirschfeld. In der Turnhalle der Grundschule Hirschfeld ist die Wanderausstellung des Brandenburger Bündnisses „Bewegt und mobil“ eröffnet worden. Es ist mittlerweile die 35. Station seit 2014. Von Wolfgang Kniese

Altwerden ist nichts für Feiglinge! Diese Worte beschreiben die Tatsache, dass man auf die unangenehmen Begleiterscheinungen des Altwerdens gerne verzichten würde. Das geht leider nicht, weil das Altwerden einem bekanntlich gar nicht erst die Wahl lässt und einem dann nichts übrig bleibt, als es heldenhaft zu ertragen. Die Wanderausstellung des Brandenburger Bündnisses „Bewegt und mobil“ in der Turnhalle der Hirschfelder Grundschule zeigt an konkreten Beispielen, wie jeder Einzelne etwas für seine Gesundheit, für seine Mobilität und nicht zuletzt für die Erhaltung seiner Lebensfreude tun kann. Sie regt aber auch die Kommunen an, über entsprechende regionale Angebote nachzudenken.

Die sogenannten „Alten“ von heute warten nicht einfach ab, sondern nehmen ihr Leben selbst in die Hand und unterstützen einander. Auf den Bildtafeln wird das Engagement der Bürger sichtbar gemacht. Sie regen zum Nachdenken und Nachahmen an.

In kleinen Gesprächsrunden wurde bei der Betrachtung der Schautafeln über die Möglichkeiten der Bewegungs- und der Mobilitätsförderung für ältere Bürger diskutiert.

Einig waren sich die Besucher darin, dass die größte Schwierigkeit bei vielen Älteren darin besteht, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. „Ob die Nutzung der Wander- und Radwege, die Nutzung der im vergangenen Jahr eingeweihten Turnhalle oder die Nutzung des Mehrgenerationenparcours auf dem Schulhof – alles kann helfen, um in Bewegung zu bleiben. Das größte Hindernis ist aber die fehlende persönliche Willensstärke, sich regelmäßig sportlich zu bewegen“, so Alf Richter, Vorsitzender des SV Hirschfeld

Um geistig fit zu bleiben, bietet die Schule Lehrgänge zum Umgang mit Computer, Smartphon und Tablet an. Die Nutzung dieser Geräte sollen den Alltag erleichtern. Begeisterte Leser finden im Bücherbus immer eine interessante Lektüre. Die meisten älteren Bürger, die die Gemeinsamkeit lieben, treffen sich mit Gleichgesinnten im Heimat- oder im Seniorenverein, so der Vorsitzende des Seniorenvereins Wolfgang Kohl.

Viele Beispiele könnte man noch nennen. Die regionalen Möglichkeiten für ältere Menschen, um in Bewegung zu bleiben, um die Lebensfreude zu erhalten, sind in der Region vorhanden. Sie sollten aber mehr genutzt werden. Die interessante Ausstellung motiviert sie vielleicht dazu. Besucher können sie im Januar von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 16 Uhr besichtigen.