Es ist ihre Ausdrucksstärke, es sind die klaren Konturen, die Mimik, die glauben lässt, sie würden gleich beginnen, zu sprechen. Doch es ist nicht nur das.

Es ist vor allem die Geschichte, dieser Puppen, die berührt. Sie stammen aus einem Kriegsgefangenlager bei Taucha und wurden vermutlich von nur einem Häftling geschnitzt. „Wir wissen leider wenig“, sagt Ralf Uschner vom Museum. Wer sie geschnitzt hat, weiß man heute nicht mehr.

Schade ist auch, dass das Stoffkleid, das sie getragen haben sollen, bei ihrem Auffinden so stark verschlissen gewesen sein soll, dass man es entfernte. In einer Vitrine der künftigen neuen Ausstellung „Kaspers Welten - die lustige Figur“ im Bad Liebenwerda Marionettentheatermuseum gebührt ihnen ein Ehrenplatz.