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Ausprobieren und sich informieren

Bürgermeister Thomas Richter, das Hirtenmädchen Barbara (Amy Neubert) und Kurli (Lisa Heinzmann) präsentieren das Eisenmoor für zu Hause im 5-Liter-Eimer.
Bürgermeister Thomas Richter, das Hirtenmädchen Barbara (Amy Neubert) und Kurli (Lisa Heinzmann) präsentieren das Eisenmoor für zu Hause im 5-Liter-Eimer. FOTO: Karsten Bär
Bad Liebenwerda. Am Stand des Epikur-Gesundheitszentrums wird geschüttelt, nicht gerührt. "Galileo" heißt die Wipp-Platte, auf der der Körper des Anwenders in Vibration gebracht wird. Karsten Bär /

Je nach Stärke der Frequenz lassen sich sodie Muskeln nach einem Training lockern oder aber stärken. Ein zeitsparendes Ganzkörpertraining sei damit möglich, erklärt Sarah Jänisch. Unter anderem Mitglieder des Epikur-Gesundheitssportvereins können das Gerät nutzen.

Ausprobieren ließ sich die Wipp-Platte am Sonnabend beim Brandenburgischen Gesundheitstag in Bad Liebenwerda am Wonnemar. Und noch einiges mehr erwartete die Besucher. Etwa die physikalische Gefäßtherapie von Bemer, die am Stand des Sanitätshauses Kröger vorgestellt wurde. Elektromagnetische Stimulationen werden nach Herstelleraussage gesundheitlich wirksam und sollen die Durchblutung der Kapillaren, kleinster Blutgefäße im menschlichen Körper, fördern. "Damit wirken wir auf einen der wichtigsten Regulationsprozesse im Körper ein", so Michael Dietze von der Bemer Group. Auf der Matte, über die die Stimulation erfolgt, konnte man am Sonnabend Probe liegen. "Die Therapie ist für die Heimanwendung konzipiert", so Dietze.

Kein Produktmarketing, aber Werbung in eigener Sache betrieb der Kneippverein Bad Liebenwerda, wo Mitglieder um Vereinsvorsitzende Alexandra Winter die Säulen der Kneippschen Lehre vorstellten und die Säule "Heilpflanzen" zur praktischen Anwendung brachten, indem man gemeinsam mit Besuchern Duftsäckchen mit Kräutern füllte. Und das Heilmittel Moor, das in Bad Liebenwerda seit Anfang des 20. Jahrhunderts zu Kurzwecken Verwendung findet, stand bei der MEDIAN-Fontana-Klinik im Mittelpunkt. Ab sofort wird Moor für Badeanwendungen im 5-Liter-Eimer vertrieben. Auch die Tourist Information - mit vom Maasdorfer Designer Uwe Schaffranitz neu gestaltetem Messestand der Kurstadt präsent - wird das Heilmittel ins Angebot nehmen.

Mit weiteren Partnern wie den Mineralquellen Bad Liebenwerda und Bauer Fruchtsaft, die zu Verkostungen einluden, Konditorei Beegs EiZ-Manufaktur, HausLeben, BaLi Reiki und natürlich dem Gastgeber Wonnemar gestalteten insgesamt elf Aussteller - der zwölfte Partner, eine Krankenkasse, hatte seine Teilnahme kurzfristig absagen müssen - den Gesundheitstag mit ihren Angeboten zum Probieren und Informieren. Ganz gewiss ein Beitrag, Bad Liebenwerdas Anspruch, Gesundheitsstandort zu sein und entsprechende Angebote auszubauen und mit Leben zu erfüllen. Darauf verwies auch Bürgermeister Thomas Richter, der den seit längerem diskutierten Bau des Bio-Vital-Ressorts an der Therme zur Sprache brachte. Die InterSpa als Betreiber habe zugesichert, bis spätestens 30. September den Förderantrag zu stellen, so Richter. Weiterhin strebe man eine Modernisierung der Therme an, um mit anderen Kurorten mitzuziehen.

Der Gesundheitstag wird in der Woche bei einem Teil der Aussteller fortgesetzt mit einigen Sonderangeboten.