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| 01:10 Uhr

Ausnahmegenehmigung bleibt Ziel

Bad Liebenwerda.. Einstimmig haben die Stadtverordneten von Bad Liebenwerda in ihrer jüngsten Sitzung einer Petition des Fördervereins des Echtermeyer-Gymnasiums zugestimmt, in der die Forderung der Elternvertreter und des Fördervereins nach einer Ausnahmegenehmigung für das Schuljahr 2004/2005 Frank Hilbert

erhoben wird.
Wie berichtet, hat das Staatliche Schulamt Cottbus mitgeteilt, dass es ab dem kommenden Schuljahr keine 7. Klassen mehr am Echtermeyer-Gymnasium geben wird. Das hatte zum Protest von Eltern, Schülern und Förderverein geführt.
Die Petition ist unverzüglich ans brandenburgische Bildungsministerium und das Staatliche Schulamt gefaxt worden. „Der Kampf wird damit nicht zu Ende sein. Letztlich bringt nur eine Initiative eine Entspannung, die dazu führt, die gesetzlich geforderten Mindestschülerzahlen zu senken“ , heißt es im Beschluss der Stadtverordneten.
Am kommenden Montag hat Bürgermeister Horst Große im besagten Ministerium einen Termin zur Thematik. Der Vorsitzende der Stadtverordneten-Versammlung, Thomas Richter (CDU), hatte in der Sitzung angeregt, mit einer Delegation, bestehend aus Eltern, Mitgliedern von Schulleitung, Förderverein und Abgeordneten nach Potsdam zu fahren.
Nach Recherchen des Bürgermeisters stellte sich aber heraus, dass es sich bei diesem Termin mit dem Staatssekretär Martin Gorholt nicht um einen Einzeltermin handelt. „Da es um die ganze Region Elbe-Elster gehen soll, werden unter anderem auch der Bürgermeister von Elsterwerda, der Landrat und das staatliche Schulamt dabei sein“ , so Bürgermeister Horst Große. Eine Delegation aus der Kurstadt würde den Rahmen dieser Runde sprengen.
Große nennt als generelle Zielstellung des Gesprächs im Ministerium die besagte Ausnahmegenehmigung zu erwirken. „Im Landtagswahlkampf will ich mich für eine ,Lex ländlicher Raum' einsetzen. Das heißt unter anderem, dass die Zahl der Schüler in einer Klasse auf 15 herabgesetzt wird. Das heißt weiter, dass keine Lehrer entlassen werden, sondern dass an anderen Orten im Landeshaushalt gespart wird. Damit Pisa in den nächsten zehn Jahren kein Thema mehr ist“ , so Horst Große.