An der Straße vom B-183-Abzweig Lausitz nach Möglenz werden seit Ende vergangenen Jahres Jahres fast 400 neue Bäume gepflanzt. Es sind die Ersatzpflanzungen für etwa 200 gefällte Bäume im Zuge des Neubaus der Landesstraße 66. Beauftragt mit den Arbeiten ist eine Leipziger Landschaftsbaufirma.

Das Land Brandenburg stellt inzwischen hohe Anforderungen an die Neuanpflanzungen. So müsse ein spezielles Pflanzgemisch zum Einsatz kommen. Darin enthalten sein müssen Zuschlagsstoffe aus Lava. Lavakies und Lavasand enthalten Fachmedien zufolge wertvolle Spurenmineralien wie Eisen, Magnesium oder Bor. Diese würden langsam und kontinuierlich im Rahmen von Verwitterungsprozessen freigesetzt werden. Darüber hinaus seien diese Lavagesteine gute Wasserspeicher, sodass die Bäume auch Phasen längerer Trockenheit stabiler Paroli bieten können. Auch der Wärmehaushalt im Boden werde reguliert.

Zwischen Möglenz und Lausitz werden Linden gepflanzt

Doch das ist nicht alles: Bevor die Ballen in die Erde gesetzt werden, muss ein Maschendrahtgeflecht als Mäuseschutz geflochten werden. Und als Baum-Stabilisierungspfähle kommt nicht mehr Weichholz, sondern langlebige Robinie zum Einsatz. Im Bereich zwischen Möglenz und Lausitz werden überwiegend Linden und im ortsnahen Bereich von Lausitz Obstbäume gepflanzt. Ein weiterer Begrenzungspfeiler an jedem Baum zu angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen soll den Landwirten im wahrsten Sine des Wortes Grenzen aufzeigen. Linden sind Flachwurzler. Würden die permanent geschädigt, hat der Baum keine Chance.

Die beauftragte Landschaftsbaufirma steht über einen Zeitraum von fünf Jahren in der Gewährleistungspflicht.