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Nachgefragt bei Martina Pöschl
Auf den Spuren Karl V. im Museum Mühlberg

Martina Pöschl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Mühlberg 1547.
Martina Pöschl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Mühlberg 1547. FOTO: Frank Claus
Mühlberg. Eine neue Sonderausstellung öffnet am Freitag, 23. März, mit einem Einführungsvortrag des Kurators.

Auch nach dem Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ bleibt Mühlbergs Museum ein Ort für stetig neue Entdeckungen. Die RUNDSCHAU telefonierte mit Mitarbeiterin Martina Pöschl.

Viele Wege führen nach Wittenberg heißt die neue Ausstellung. Gezeigt wird sie aber in Mühlberg. Warum?

Pöschl: Wir führen unsere Gäste in das Jahr 1546, als Kaiser Karl V., er war der mächtigste Herrscher seiner Zeit, zum Kampf gegen die protestantischen Reichsfürsten um Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen rüstete. Heute wissen wir, die als Schmalkaldischer Krieg bekannt gewordene Auseinandersetzung war der erste Religionskrieg auf deutschem Boden.

Den ja zunächst Karl V. gewann. Jedoch nicht auf Dauer.

Pöschl: Das war eine spannende Zeit. Auf mehreren Tafeln, an einem Medientisch und an einer Hörstation können sich Museumsbesucher in die Lage hinein versetzen. An der Hörstation, man setzt sich dazu, den Ritt Karl V. nachgestellt, auf einen historischen Pferdesattel und lauscht den Berichten des Kaisers über die damalige Situation.

Die allerdings noch besser Kurator Lars-Arne Dannenberg erläutert.

Pöschl: Darüber freuen wir uns sehr, weil er auch sehr lebendig einführt. Der Vortrag „Karl V. vor Mühlberg. Stätten und Stationen eines Kaisers“ wird auch vom Ritt nach Wittenberg berichten. Der soll in unserer Region dann auch noch einmal nachgestellt werden. Der Vortrag beginnt am 23. März um 16 Uhr.

Es gibt noch eine Besonderheit?

Pöschl: Das stimmt. Schüler eines Gymnasiums aus Nauen haben Reformationsstationen in Wittenberg aufgearbeitet. Ich empfehle die neue Ausstellung und unser Haus natürlich auch Schulen. Besseren Geschichtsunterricht über diese Epoche, die so sehr die Welt veränderte, kann man kaum bekommen.

Wie ist die Besucherresonanz insgesamt?

Pöschl: Das Reformationsjahr hallt nach. Noch immer kommen auch Besucher mit den Luther-Pässen.

Mit Martina Pöschl
sprach Frank Claus