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| 20:03 Uhr

Ansiedlungsprojekt erfolgreich
Auerhahn balzt wieder in Elbe-Elster

 Die Auerhuhn-Population hat sich kontinuierlich entwickelt.
Die Auerhuhn-Population hat sich kontinuierlich entwickelt. FOTO: dpa / Holger Hollemann
Bad Liebenwerda. 77 echte „Brandenburger“ rund um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme nachgewiesen. Von Frank Claus

Das Auerhuhn kehrt langsam, aber stetig zurück in die Lausitz. Inzwischen sind nach Angaben von Alexander Zimmermann, Leiter des Auerhuhnprojektes im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (Elbe-Elster), 101 Tiere genetisch nachgewiesen. Die Sichtungen durch Förster, Jäger, Ornithologen und Naturfreunde inbegriffen, seien es bereits 111 Tiere. Bemerkenswert: Seit im Jahr 2012 die ersten 28 Auerhühner in Schweden gefangen und in den Regionen um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme ausgewildert wurden, hat sich die Population stetig entwickelt. Inzwischen gebe es nachgewiesen 77 echte Brandenburger. Das sind Vögel, die hier geschlüpft sind.

Seit 2012 seien 301 Tiere ausgewildert worden. Zu Beginn waren darunter auch Auerhühner, die in Volierenhaltung ausgebrütet wurden. Ihre Überlebenschance in freier Wildbahn, so die Erfahrungen, sei weitaus geringer, als die Entnahme aus den Wäldern Schwedens.

Ein Verwaltungsabkommen sichert dem Naturpark den Fang von jährlich bis zu 60 Tieren in Mittel- und Nordschweden. Während in hiesigen Regionen das letzte Auerhuhn 1998 in der Rochauer Heide gesichtet wurde, verfügen die Skandinavier über stattliche Bestände.

1,4 Millionen Euro stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds den Bad Liebenwerdaer Ansiedlungsexperten für den Zeitraum von 2017 bis 2021 zur Verfügung. Nutznießer der Elbe-Elster-Erfahrungen sind inzwischen auch Thüringer Auerhuhn-Experten. Die fahren wie die Bad Liebenwerdaer Teams im April/Mai wieder zum Auerhuhnfang.