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Auch die Schleife brachte Glück

Es war der 15. Mai 1972. An diesem Tage feierten wir, meine Frau und ich, den schönsten Tag im Leben – unsere Hochzeit. Noch von der Feier weg starteten wir am gleichen Tage in die Flitterwochen. Natürlich mit dem Brautbukett, einem herrlichen Strauß lachsfarbener Rosen. Peter Wolbart, Prösen

Den Flug nach Varna am Schwarzen Meer in Bulgarien hatte er gut überstanden.
Auch in unserem Hotel wurden die Blumen vom Personal gehegt und gepflegt, so dass wir uns fast zehn Tage daran erfreuen konnten. Als der Strauß dann doch anfing zu welken, hängten wir ihn - einem alten Brauch folgend - auf den Balkon zum Trocknen, um ihn wieder mit nach Hause zu nehmen. Wie groß aber war unsere Bestürzung, als wir nachmittags vom Strand kamen. Wir fanden nur noch die weiße Schleife, sorgfältig über den Sessel gelegt, vor. Der Rosenstrauß selbst war von den Zimmermädchen offenbar versehentlich „entsorgt“ worden. Besonders meine Frau war sehr traurig darüber, denn auch eine „Fahndung“ mit der Hotel-Rezeption im Abfall blieb leider erfolglos - der Strauß war weg. Trotzdem war es doch kein schlechtes Omen, denn trotz allem haben wir seitdem 31 glückliche Jahre verlebt und die Schleife haben wir ja immer noch!