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"Arnolds Modell" sollten mehr nutzen

Kraupa. Fritz Ruppert aus Elsterwerda ist 20 Jahre alt und wird im September seine Fleischer-Ausbildung bei der Fleischerei Arnold beginnen. Schon jetzt ist er über ein Praktikumsvertrag gebunden. red/fc

Möglich macht das eine "Einstiegsqualifizierung" (EQ). Claudia Sieber von der Arbeitsagentur meint, dass auch andere Arbeitgeber dieses Modell nutzen könnten. Die Finanzierung übernehmen demnach die Agentur für Arbeit und das Jobcenter. Und so funktioniert es: Der Jugendliche schließt mit dem Betrieb einen Praktikumsvertrag ab. Der Betrieb zahlt dafür eine monatliche Praktikumsvergütung und der Praktikant ist sozialversichert. Auf Antrag kann der Betrieb einen Zuschuss von der Arbeitsagentur erhalten. Der Betrieb stellt am Ende ein Zeugnis aus. Von der Kammer erhält er auf Antrag zusätzlich ein Zertifikat über die erworbenen Qualifikationen. Beide Bescheinigungen sind für spätere Bewerbungen wichtig. Wird nach der EQ eine Ausbildung im gleichen Beruf begonnen, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden - vorausgesetzt, Ausbildungsbetrieb und die Kammer sind einverstanden. Wer als Ausbildungsbetrieb einen Jugendlichen mit Einstiegsqualifizierung erproben möchte (ab Herbst möglich), sollte sich an den Arbeitgeberservice wenden; Jugendliche an ihren Berufsberater.