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Zoll
Arbeitgeber müssen öfter mit Besuch vom Zoll rechnen

Elbe-Elster. Die Gefahr für Unternehmen, bei unsauberen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, ist erstmals wieder in Elbe-Elster gestiegen. Das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) kontrollierte in seinem Verantwortungsbereich im ersten Halbjahr 629 Betriebe – 56­Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Baugewerbe prüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 129 Arbeitgeber. Manfred Feller

Im Fokus standen illegale Beschäftigung, Lohn-Prellerei und Sozialbetrug. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Sie beruft sich auf eine Anfrage von Beate Müller-Gemmeke (MdB, Grüne) an das Bundesfinanzministerium.

Die IG BAU begrüßt die Prüfungen. „Es ist offenbar endlich die Botschaft angekommen, dass sich Schwarzarbeit nur durch mehr staatliche Kontrolle eindämmen lässt“, sagt die Bezirkschefin Regina Grüneberg. So stieg auch die Anzahl der Kontrolleure von bundesweit 6865 im Vorjahr auf 7211 Beamte im Sommer 2017. Notwendig seien jedoch etwa 10 000. Die Bußgelder wegen Verstößen gegen den Bau-Mindestlohn betrugen im ersten Halbjahr 54­700 Euro.