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| 17:20 Uhr

Kreisgärtnertag in Elbe-Elster
Ansturm auf die Gärtnereien

 Im Gartenbau Golda in Rehfeld bei Falkenberg hatten die Kunden reichlich Auswahl für die Frühjahrsbepflanzung.
Im Gartenbau Golda in Rehfeld bei Falkenberg hatten die Kunden reichlich Auswahl für die Frühjahrsbepflanzung. FOTO: Veit Rösler
Elbe-Elster. Zahlreiche Kunden besuchten mit durchdachter Planung möglichst viele Gartenbaubetriebe. Von Veit Rösler

Der Gärtnertag 2018  im Elbe-Elster-Kreis stand diesmal unter guten und gefühlt ungünstigen Vorzeichen zugleich Während die optimale Witterung und die noch anhaltende Baumblüte so manchem Besucher gärtnerische Ambitionen eingehaucht haben dürften, hätte die kalendarische Abfolge der bevorstehenden Feiertage für Probleme sorgen können. „Ich war zunächst skeptisch. Immerhin sind an dem Wochenende Jugendweihen, das Tierparkfest in Herzberg und die Konstellation mit dem Brückentag haben viele Kunden zu einem  Kurzurlaub genutzt“, brachte es am Samstag Sylvia Stiller auf den Punkt. Nachdem sich ihre Befürchtungen Samstagmorgen zu bestätigen schienen, fielen die Kunden im Laufe des Vormittags und am Nachmittag dann doch noch über die Gärtnerei herein. In diesem Jahr war Sylvia Stiller in Elsterwerda besonders auf die beiden Geschäftstage zum Gärtnertag angewiesen, denn nächste Woche wird der Verkehr auf der nahen Bundesstraße wegen Brückenbauarbeiten regelrecht um ihre Gärtnerei in der Goethestraße herum umgeleitet.

Was die Nähe zur Bundesstraße ausmacht, ist immer wieder in der Gärtnerei Roland Leske in Beutersitz spürbar. Hier war der Start in den Gärtnertag Samstagmorgen gleich mit einem Besucheransturm verbunden. „Wir sind gut vorbereitet, haben sprichwörtlich alles quer Beet“, so Marita Leske. Angebotsschwerpunkte bei Leskes waren Neuheiten für Beet und Balkon, Mehl- und Herbstsalbei sowie besondere Pelargonienarten.

„Optimale Bedingungen. Das Wetter ist ja gut. Erfahrungsgemäß versuchen die Kunden bis Pfingsten die Frühjahrsbepflanzung fertig zu haben. In diesem Jahr also bis 20. Mai. Wir haben zum Gärtnertag und auch danach alle Hände voll zu tun“, meint Gartenbauer Stephan Golda in Rehfeld. Muttertag, Jugendweihen und Konfirmationen seien weitere bevorstehende strategische Eckpunkte, sagt er.

Offenbar regelrecht generalstabsmäßig und mit durchdachter Planung gehen zahlreiche Kunden zu den beiden Gärtnertagen vor. Viele begegnen sich gleich in mehreren Gärtnereien und Baumschulen, so dass vielleicht bei den Organisatoren über einen Charter-Bus nachgedacht werden könnte. So zum Beispiel Marlis und Werner Dietrich aus Saathain. „Gucken, gucken, gucken und natürlich auch vergleichen. Wir haben uns einen Plan gemacht und besuchen alle teilnehmenden Gärtnereien auf zwei Tage verteilt. So bekommt man ein Gefühl für das Angebot und die Leistungsfähigkeit der Gärtnereien. Das machen wir schon ein paar Jahre so“, gesteht Marlis Dietrich ihre strategische Vorgehensweise.

Das herrliche Wetter, ein üppiges gärtnerisches Angebot, sowie die Historie, noch dazu mit leckeren überlieferten Klosterprodukten, haben die Betreiber der Klostergärtnerei Mühlberg Ilona Jasmin und Joachim Hippert miteinander verbunden. Nach dem Wandeln auf den historischen Pfaden der Nonnen durch den Klostergarten gab es in der „Klostergartentränke“ aus den Geschichtsbüchern überlieferte Gaumenspezialitäten. Obwohl im nahen Sachsen Betriebe ebenfalls zu einem Tag der offenen Gärtnerei eingeladen hatten, war die Klostergärtnerei sehr gut besucht. „Sehr viele Besucher sind aus Sachsen auch zu uns gekommen“, ist sich Ilona Hippert sicher.

Sylvia Stiller (r.) gab in ihrer Gärtnerei Stiller in Elsterwerda so manchen guten Gärtner-Tipp an die Kunden weiter.
Sylvia Stiller (r.) gab in ihrer Gärtnerei Stiller in Elsterwerda so manchen guten Gärtner-Tipp an die Kunden weiter. FOTO: Veit Rösler