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| 02:39 Uhr

Ansteckungsgefahr: Reformationsfieber in EE

Andreas Pöschl.
Andreas Pöschl. FOTO: Landkreis
Elbe-Elster. Das Kulturjahr in Elbe-Elster wird spannend. Mehr als 80 Veranstaltungen gibt es allein zum Jubiläum 500 Jahre Reformation.

Die RUNDSCHAU sprach mit Andreas Pöschl, Leiter des Kulturamtes im Landkreis.

In den vier Museen des Landkreises - in Bad Liebenwerda, Mühlberg, Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain - laufen umfangreiche Vorbereitungen für das Kulturjahr. Wie gut frequentiert waren die Häuser im vergangenen Jahr? Spürt man das Thema Reformation schon?
Pöschl: In unseren Museen werden jährlich pro Haus zwischen 6500 und 8000 Besucher gezählt. Besonders stark ist das Interesse in Mühlberg nach Eröffnung der Ausstellung zur Schlacht. Und speziell am Ende des Jahres war das Interesse groß, da wir die ersten Luther-Pässe ausgereicht haben. Auch da hat Mühlberg eine besondere Stellung. Schließlich kann man sich dort das eigene Foto für den Pass herstellen lassen. Das wird gut angenommen.

Sind auch schon Besucher unterwegs, die sich die Stempel in den einzelnen Orten abholen wollen?
Pöschl: Ja, obwohl wir das eigentlich noch gar nicht so richtig unter diesem Blickwinkel wollen. Vor allem Auswärtige kommen schon, um sich die Museen anzuschauen. Dabei eröffnen wir die ersten Ausstellungen zur Reformation ja erst ab April. Den Auftakt macht am 13. April das Marionettenmuseum in Bad Liebenwerda mit der Ausstellung "Reformation begreifen - das Elbe-Elster-Land im 16. Jahrhundert".

Davor widmet sich diesmal auch die Kunstausstellung der Reformation, oder?
Pöschl: Das stimmt. "reFORMationen" heißt sie. Erstmals wird sie ab 19. März im Verbund der Städte des Luther-Passes gestaltet. Wir erwarten auf Schloss Doberlug neben den Berufskünstlern aus Elbe-Elster und aus unseren Partnerkreisen in Polen und Nordrhein-Westfalen diesmal auch je zwei Künstler aus dem sachsen-anhaltinischen Wittenberg, dem sächsischen Torgau und dem brandenburgischen Jüterbog. Insgesamt stellen 28 Künstler aus. Um aufzuzeigen, wie umfangreich sie wird: Wir benötigen dazu drei Viertel der Fläche der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung plus die Flächen im Erdgeschoss.

Der Luther-Pass hat Elbe-Elster einen Schub gegeben. Wie spüren Sie das?
Pöschl: Fast jede Woche rufen Vertreter überregionaler Medien - Fernsehen, Radio, Redakteure von Zeitschriften und Tageszeitungen aus anderen Bundesländern - an. Elbe-Elster ist schon jetzt deutlich bekannter geworden.

Wie weit sind die Vorbereitungen für das große Orchesterprojekt?
Pöschl: Alles ist besprochen. Wir erwarten mit dem Jugendsinfonieorchester aus dem Märkischen Kreis, das als Landesjugendorchester das Vorzeigeensemble in NRW ist, einen Hochkaräter. 80 Musiker werden, verstärkt mit Schülern unserer Musikschule, musizieren. Am 25. August ist Generalprobe in der Aula des Sängerstadt-Gymnasiums, einen Tag später das Festkonzert in der Nikolaikirche Bad Liebenwerda, und am 27. August folgt der Auftritt in der Stadtkirche Wittenberg.

Wir haben jetzt nur neugierig machen können …
Pöschl: Unsere Veranstaltungspalette ist wirklich riesig. Ich empfehle die Internetseite des Landkreises. Dort haben wir die Übersicht zusammengestellt.

Mit Andreas Pöschl

sprach Frank Claus.