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| 13:23 Uhr

Aus dem Rathaus Elsterwerda
Das „Oval Office“ von Anja Heinrich

Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) in ihrem umgestalteten Dienstzimmer im Rathaus.
Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) in ihrem umgestalteten Dienstzimmer im Rathaus. FOTO: Frank Claus / LR
Die neue Elsterwerdaer Bürgermeisterin hat ihr Dienstzimmer umgeräumt. Von Frank Claus

Ein alter, schwerer Schreibtisch anstelle moderner Büromöbel, ein Jugendstil-Zweisitzer, Stühle mit und ohne Armlehnen und davor ein Glastisch, der von einem Seitenteil eines alten gußeisernen Ofen getragen wird – Elsterwerdas neue Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) hat das Dienstzimmer ihres Vorgängers Dieter Herrchen (parteilos) gehörig umgekrempelt. Was für den US-Präsidenten das Oval Office ist, ist für Anja Heinrich diese neue Arbeitsstätte. „Ich wollte, dass es wieder ein richtiges Ratszimmer wird“, sagt sie und schiebt nach: „Momentan bin ich jeden Tag fast zwölf Stunden auf Arbeit, da will ich mich auch wohlfühlen.“ Sie legt Wert darauf, zu sagen, dass sie alles selbst bezahlt hat.

Ihre Handschrift trägt auch der Wandschmuck. Allesamt sind es Gemälde und Bilder, zu denen sie persönliche Beziehungen hat. Da ist die „Heilige Maria“, ein Geschenk aus der Partnerstadt Vreden, „Der Hafen“ aus der polnischen Schwesterstadt Naklo und ein Scherenschnitt, den sie von Freunden aus Vreden zur Eröffnung ihres Bürgerbüros anlässlich ihres Einzugs in den Landtag geschenkt bekam. Das Gemälde des Maasdorfer Künstlers Uwe Schaffranietz, das in einer Öl-Acryl-Mischtechnik Elemente des Kraftwerks Plessa zeigt, hängt genau hinter dem Schreibtisch. Links davon ist ein Werk des Dreskaer Künstlers Eike Rothe zu sehen, das Meißen zeigt. Ein Bild, das für sie eine besondere Bedeutung hat. Dort hat sie ihren Mann Christian geheiratet „und immer wenn ich es anschaue, mahnt es mich, daran zu denken, dass ich zu Hause auch eine Familie habe“. Fotos aus Elsterwerda und ein Blick auf den Altar der Kirche Döllingen, um deren Erhalt sie kämpft, komplettieren die in Weiß gehaltenen Wände.

Eins fällt im Zimmer sofort auf. Eine Ente aus Holz, die Wanderschuhe trägt. Ein Symbol, weil die neue Rathaus-Chefin gern kommunikativ ist, also schnattert? Anja Heinrich lacht. „Die hat mir Arno Schnober, der ehemalige Klinikum-Geschäftsführer, geschenkt. Wohl in Anlehnung daran, dass wir zu Hause drei Laufenten halten und gern wandern gehen.“