Mit gerade einmal 15 Jahren startete Nelli Beck ihre Ausbildung zur Hörakustikerin in der Filiale von Amplifon Deutschland GmbH in Bad Liebenwerda. Seitdem sind drei Jahre vergangen und die ehrgeizige junge Frau steht kurz vor ihren Abschlussprüfungen. Nun ist sie „Lehrling des Monats“ der Handwerkskammer Cottbus (HWK) und des Versorgungswerkes der Handwerkskammer Cottbus e.V.

In einer Pressemitteilung dazu heißt es: „Durch ihre Familie begleiten Nelli Beck die Themen Hörminderung und Taubheit schon seit frühester Kindheit. Nach der Schule sollte es eine Ausbildung sein, bei der viel Kundenkontakt möglich ist. Zwei Schülerpraktika in der Filiale von Amplifon Deutschland GmbH in Bad Liebenwerda gaben ihr die Gewissheit, dass der Beruf Hörakustikerin zu ihr passt.“ Die junge Frau zur Berufswahl: „Die Ausbilderin kannte mich schon, als ich noch klein war, da meine Mutter aufgrund ihrer Hörbeeinträchtigung Kundin im Fachgeschäft war.“

Nächstes Ziel: Der Meisterbrief

Die Amplifon Gruppe ist in 29 Ländern tätig und bietet zahlreiche Entwicklungschancen. So werden die Auszubildenden im unternehmenseigenen Ausbildungszentrum in Hamburg für jeweils zwei Wochen pro Ausbildungsjahr zusätzlich geschult. „Nelli Beck ist sehr ehrgeizig, willensstark und war trotz ihres jungen Alters schon frühzeitig sehr selbstbewusst, zum Beispiel auch im Umgang mit Behörden. Als im Januar ein kurzzeitiger Personalengpass überbrückt werden musste, hat sie das souverän gemeistert und die Kunden vom Ersttermin bis zum Verkauf des Hörgerätes betreut“, lobt Ivett Dimanski, Ausbilderin und Hörakustikermeisterin.

Nach drei Jahren Ausbildung steht Nelli Beck kurz vor dem Gesellenabschluss. „Ich habe bald meine schriftlichen Prüfungen und danach folgen die praktischen. Nach dem Abschluss möchte ich zwei bis drei Jahre im Amplifon-Fachgeschäft in Bad Liebenwerda arbeiten, um weiteres Fachwissen zu erlangen. Danach habe ich den Meisterabschluss als nächstes Ziel vor Augen. Grundsätzlich wäre ich glücklich, in meiner Region Bad Liebenwerda zu bleiben, aber wenn ich zum Beispiel in Dresden gebraucht werde, ist das auch in Ordnung", so die 18-Jährige.

Was macht ein Hörakustiker?

Hörakustiker helfen anderen Menschen dabei, wieder besser zu hören und geben ihnen damit ein Stück Lebensqualität zurück. Der Beruf verlangt neben Einfühlungsvermögen auch das Verständnis für hochsensible Elektronik. Im Kammerbezirk Cottbus sind 40 Betriebe als Hörakustiker tätig: Stadt Cottbus (14), Landkreis Dahme-Spreewald (6), Elbe-Elster (9), Oberspreewald-Lausitz (5) und Spree-Neiße (6).

Für das neue Ausbildungsjahr stehen zwei Lehrstellen in Cottbus und Wildau bereit: www.hwk-cottbus.de/lehrstellen

Cottbus/Dresden