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| 13:25 Uhr

20. Internationale Puppentheaterfestival
An der Zeitmaschine das Geschichtsrad zurückgedreht

Puppenspieler Volkmar Funke (65) aus Coswig hat im Miniaturenpark Elsterwerda seine Zeitmaschine aufgestellt.
Puppenspieler Volkmar Funke (65) aus Coswig hat im Miniaturenpark Elsterwerda seine Zeitmaschine aufgestellt. FOTO: Veit Rösler
Elsterwerda. Der Miniaturenpark Elsterwerda war zum ersten Mal Bühne für das Internationale Puppentheaterfestival. Von Veit Rösler

Miniaturen und Puppen teilen sich das Thema der Miniaturisierung von Gebäuden und Lebewesen. Erstmals seit der Geschichte des Internationalen Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land ist in der Nacht zum Mittwoch ein Puppenspiel im Miniaturenpark Elsterwerda aufgeführt worden. Nach Gastspielen in Mühlberg und Herzberg hatte Puppenspieler Volkmar Funke (65) aus Coswig im Langhaus seine Zeitmaschine aufgestellt, die nach einer Drehung an dem Zeitenrad zurück in das Jahr 1013 nach Christus führte. Von diesem Jahr ab wurde dann mit Bauern, Rittern und Räubern ein weiter Bogen an Geschichten aus dem Elbtal erzählt.

Hintergrund des Themas, das auf wahren Begebenheiten aufbaut, ist die Geschichte des Ortes Coswig Brockwitz, der im Jahr 2013 die 1000-Jahr-Feier beging. Volkmar Funke hat sich intensiv an den geschichtlichen Nachforschungen seines Heimatortes beteiligt und dabei interessante Details zu Tage gefördert. Musikalisch umrahmt wurden dabei viele gesellschaftskritische und aktuelle Episoden des Zeitgeschehens auf die Schippe genommen.

Volkmar Funke ist ein alter Bekannter beim Internationalen Puppentheaterfestival. Nach seinem Studium des Puppenspiels an der Ernst-Busch-Hochschule Berlin hat er zu DDR-Zeiten an vielen Theatern gearbeitet. Seit 2016 reist er mit seiner Bühne freiberuflich durch ganz Deutschland und Österreich.

Übrigens: In diesem Jahr wurden die Slawenburg Raddusch und das Japanische Teehaus Cottbus als neue Modelle zu den bereits über 120 vorhandenen Mini-Bauwerken im Maßstab 1:25 aufgestellt. Im nächsten Jahr soll das Staatstheater Cottbus hinzukommen. „Durch die extreme Hitze und die sich überschneidenden Ferientermine in Brandenburg und Sachsen konnte der Miniaturenpark in diesem Jahr nicht die Besucherzahlen des Vorjahres erreichen“, war von Betreiber Frank Brunne (61) zu erfahren.