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| 15:12 Uhr

Feuerwehr
Amtswehr Plessa zu immer mehr Einsätzen alarmiert

Jürgen Nicklisch, Andreas Lehmann und Marcus Kiesler (mit Urkunde von links) von der Amtswehr Plessa sind mit der Verdienstmedaille in Silber geehrt worden. Links: Günter Herrmann, stellvertretender Amtswehrführer. Neben ihm Amtsdirektor Göran Schrey. Rechts: Amtswehrführer Ulf Urban.
Jürgen Nicklisch, Andreas Lehmann und Marcus Kiesler (mit Urkunde von links) von der Amtswehr Plessa sind mit der Verdienstmedaille in Silber geehrt worden. Links: Günter Herrmann, stellvertretender Amtswehrführer. Neben ihm Amtsdirektor Göran Schrey. Rechts: Amtswehrführer Ulf Urban. FOTO: Mirko Sattler
Hohenleipisch. Bei jedem Alarm rücken genügend Kameraden aus. Von Mirko Sattler

Bei der Jahreshauptversammlung der Amtsfeuerwehr Plessa in Hohenleipisch lobte der Amtswehrführer Ulf Urban die Einsatzbereitschaft seiner Kameraden. Diese waren 2017 zu 74 Einsätzen ausgerückt. Darunter waren 24 Brände und 49 technische Hilfeleistungen. Es seien stets genügend Kräfte ausgerückt, weiß Ulf Urban. Mit Günter Herrmann, Ronny Habermann und Daniel Breutmann hatte er im Januar vorigen Jahres die Führung der Plessaer Amtswehr übernommen.
Amtsdirektor Göran Schrey zeigte sich stolz auf die Floriansjünger. Die Sturmereignisse hätten der Bevölkerung einmal mehr vor Augen geführt, dass Feuerwehr viel mehr sei, als „nur“ Brände zu löschen. „Für mich war es beeindruckend zu sehen, wie die Wehren ihre Arbeit während der vergangenen Stürme getan haben, damit das alltägliche Leben weiter funktioniert“, zieht der Verwaltungschef den Hut. Das Amt als Träger der Feuerwehr sei sich seiner Verantwortung bewusst und statte diese entsprechend aus.

Das Amt Plessa investierte 2017 insgesamt 157 235 Euro in die Wehren. Davon flossen mehr als 25 000 Euro in die bauliche Unterhaltung der Gerätehäuser, 31 000 Euro in deren Bewirtschaftung und mehr als 11 000 Euro in Erhalt und Beschaffung von Geräten und Ausrüstungen, 24 000 Euro in die Fahrzeugflotte und über 10 000 Euro in die persönliche Schutzausrüstung.

Dem gegenüber stehen Einnahmen von 6325 Euro aus kostenpflichtigen Einsätzen. Aus dem Technikverkauf von Schlauchboot und altem Tanklöschfahrzeug flossen nochmals rund 42 000 Euro zurück.
217 aktive Einsatzkräfte gehören der Amtsfeuerwehr an. Darunter sind 36 Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren.
Wurden 2016 noch 15 Brand- und 27 Hilfeeinsätze gefahren, so war deren Anzahl 2017 beträchtlich angestiegen. Bei den 24 Brandeinsätzen leisteten zusammengerechnet 470 Kameraden 966 Einsatzstunden. Bei der technischen Hilfe waren es 320 Kräfte und 628 Stunden. Vor allem durch den Sturm wurden allein im Januar 2018 bereits 53 Alarmierungen gezählt.

Während der Jahreshauptversammlung wurde kritisiert, dass durch die Sparmaßnahmen des Innenministeriums die Feuerwehrschule in Eisenhüttenstadt überlastet sei. „Von den im Jahr 2016 beantragten Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule haben wir wie schon in den Jahren zuvor nur 30 Prozent bekommen“, merkt Ulf Urban an.

Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 5000 für Plessa habe sich als Montagsauto erwiesen. Zunächst kam es um Monate zu spät, statt im Januar 2017 erst im April. Bei der feierlichen Übergabe versagte der Antrieb. Das Auto musste mit Getriebeschaden zurück zum Hersteller.

Die oft diskutierten allgemeinen Probleme habe die Amtswehr nicht. „Die fehlenden Rettungsgassen treten meistens bei Unfällen auf Autobahnen auf. „Bei den fünf Ereignissen, die wir 2017 hatten, waren Verkehr und Rückstau nicht so groß. Auch von Übergriffen auf Kameraden können wir nicht berichten. Die Feuerwehr in unserer Umgebung wird respektiert“, stellt der Amtswehrführer fest.