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| 01:30 Uhr

Am Samstag wurde der Heidebergturm im Beisein vieler Grödener und Gäste feierlich eingeweiht

Ein Prosit auf den Grödener Heidebergturm. Martina Thieme präsentierte zur Einweihung die ersten Turm- Souvenirs. Fotos: Rösler
Ein Prosit auf den Grödener Heidebergturm. Martina Thieme präsentierte zur Einweihung die ersten Turm- Souvenirs. Fotos: Rösler
Gröden. Endlich ist es soweit: Seit Samstag gibt es nun ganz offiziell einen weiteren lohnenswerten Grund, die Schradengemeinde Gröden zu besuchen: 30 Meter misst der Heidebergturm, der auf einer Lichtung auf dem höchsten Punkt Brandenburgs in 201,4 Metern Höhe in den Himmel ragt. Von Sarah Werner

Zahlreiche Gäste aus Gröden und auch aus den Nachbargemeinden waren am Samstag der Einladung anlässlich der feierlichen Einweihung des Grödener Heidebergturmes gefolgt. Egal ob per Fuß oder per Rad – eine schier endlos lange Schlange machte sich ab Mittag auf den Weg, um den Riesen zu bewundern. Bereits nach kurzer Zeit waren die Biergarnituren auf der großen Lichtung gut gefüllt, und manches kühle Blonde wanderte im Sekundentakt über den Tresen des Ausschankwagens der „Bauernschänke“.

„Ich habe jeden Schritt über den Baufortschritt in der Zeitung mitverfolgt“, erklärte die Grödenerin Lianne Thiele. „Das haben die Architekten und Bauarbeiter wirklich sehr schön gemacht“, lobte sie. War die ursprüngliche Eröffnung ursprünglich auf 14 Uhr datiert, wurde der Termin aufgrund des großen Besucheransturms kurzerhand etwas nach hinten verschoben: Dass die „Geburt“ des Heidebergturmes wahrlich keine einfache gewesen sei, wurde spätestens mit der Eröffnungsrede von Bürgermeister Claus Vogt (parteilos) klar. „Es war ein weiter und steiniger Weg“, erklärte er von der ersten Aussichtsplattform in wenigen Metern Höhe, und viele Gäste nickten zustimmend. Zahlreiche Probleme, die es nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch zu bestreiten galt, lägen hinter der Gemeinde. So habe ein Baustopp wegen mangelhafter Holzqualität dafür gesorgt, dass die Arbeiten monatelang ruhten. Umso stolzer könne man nach knapp 18 Monaten Bauzeit auf das Ergebnis sein. „Wir hoffen, der Turm zieht viele Gäste aus Nah und Fern an und trägt nicht zuletzt zur Verbesserung der touristischen Beziehungen mit Sachsen bei“, so Vogt, bevor er das Wort an Landrat Klaus Richter (SPD) übergab. Als ein Highlight für Elbe-Elster, wenn nicht gar für ganz Brandenburg, sagte der dem Grödener Riesen eine rosige Zukunft voraus.

Wenige Minuten nach dem symbolischen Durchschneiden des Bandes hatte sich bereits eine Menschentraube gebildet, die nach und nach die 162 Holzstufen im kühlen Inneren des stolzen Riesen bezwang. Der erwartete Andrang blieb glücklicherweise, nicht zuletzt dank des vom Grödener Bürgermeister gesponserten Fasses Freibier, vorerst aus.

„Dort ist der Dresdener Fernsehturm“, erklärte Jürgen Opitz, der sich mit einem Fernrohr bewaffnet hatte, um von der Aussichtsplattform eine noch bessere Sicht zu haben. Selbst die Förderbrücke F 60 könne man sehen. „Es ist beispielhaft, dass so eine kleine Gemeinde so etwas Großes auf die Beine gestellt hat“, lobte er, und setzte sein Glas erneut an, um andere Sehenswürdigkeiten ins Visier zu nehmen: die Domsdorfer Louise, das Plessaer Kraftwerk und andere Wahrzeichen, die allesamt eng mit den dazugehörenden Städten und Gemeinden verbunden sind. Fest steht schon jetzt: Auch der Grödener Heidebergturm reihe sich in die Liste der touristischen Leuchttürme des Landkreises ein.