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Am Gotteshaus wird immer wieder gearbeitet

Plessa. Die evangelische Kirche in Plessa hat verschiedene Wiederaufbau- und Sanierungsphasen erlebt. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges sind in dem Bergarbeiterort mehr als 700 Gebäude beschädigt oder gar zerstört worden. Manfred Feller

Auch das Gotteshaus hatte schwere Schäden davongetragen. Es wurde in den Folgejahren wieder aufgebaut. Der Abschluss war erst 1955. Die Plessaer hörten wieder die Glocken läuten, und die Uhr zeigte ihnen, was die Stunde geschlagen hat.

Zu den Arbeiten in jüngerer Zeit gehörte die Innenrestauration im Jahr 1985. Es wurde ein neuer Fußboden verlegt und die alten Bänke ersetzt. Allerdings wurden auf der ersten Empore die Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen aus Plessa überstrichen. Der aus dem 19. Jahrhundert stammende und katastrophal aussehende Alter ist restauriert worden. Dazu wurde Goldfarbe aus dem Westen beschafft. Bis auf die im unteren Teil feuchten Wände zeigt sich die Kirche heute in einem guten Zustand.

Bereits in den 1990er-Jahren wurde festgestellt, dass das Gebälk und das Holz im Turm saniert werden müssen. Doch es fehlte das Geld. Tatsachen schaffte dann der Sturm "Kyrill" im Jahr 2007. Das Kirchendach wurde beschädigt und musste nun saniert werden. Es folgte der Kirchturm.

Die Orgel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde schon mehrfach restauriert. Organist ist - mit Unterbrechungen - seit seinem 15. Lebensjahr Frank Werner.

Den Anstoß zum aktuellen Auffrischen der Fassade hatte vor Jahren der Plessaer Bürgermeister Gottfried Heinicke gegeben.