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Am 15. April Bewerbungsschluss für "Hier wächst was!"

Die Kreisgärtnergruppe und ihre Partner – Sparkassenstiftung und LR – stehen in den Startlöchern.
Die Kreisgärtnergruppe und ihre Partner – Sparkassenstiftung und LR – stehen in den Startlöchern. FOTO: vrs1
Elbe-Elster-Kreis. Elbe-Elster wird noch freundlicher und grüner! Möglich macht das eine Gemeinschaftsaktion der produzierenden Gärtnereien und Baumschulen im Landkreis Elbe-Elster, der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" und der LAUSITZER RUNDSCHAU. Die ersten Bewerbungen zur Teilnahme liegen vor. Am 15. April ist Bewerbungsschluss. Frank Claus

Verträgt so mancher Straßenzug im Elbe-Elster-Land nicht noch mehr Blütenpracht, zum Beispiel in Form von Ampeln an Laternenmasten? Würde der Ortseingang nicht noch schöner aussehen, wenn Gäste dort mit einer üppigen Stauden-Kombination begrüßt werden? Könnte die Häuserfassade mitten im Dorf- oder Stadtzentrum nicht der Hingucker werden, wenn Blumenkästen die Fensterbänke verzieren? Das hatte die RUNDSCHAU im Ende März veröffentlichten Aufruf gefragt. Und berichtet, dass die Stiftung 25 000 Euro bewilligt hat, um dieses Projekt so richtig "anzugießen". Das sind die ersten Bewerber und ihre Projekte:

Schloss und Schlossareal Doberlug.Nach der erfolgreich durchgeführten Ersten Brandenburgischen Landesausstellung möchte die Stadt das Schlossareal weiter aufwerten. Dazu sollen zehn Blumenkübel an exponierten Standorten platziert werden.

Rathaus Kirchhain.Die Fenster der Vorderfront des Rathauses möchte die Stadtverwaltung mit Blumenkästen versehen. Es gehört zu den dominantesten Gebäuden in der Stadt und ist ein Blickfang auf dem Marktplatz.

Blumenpyramiden am Haus des Gastes Falkenberg.Jährlich finden etwa 200 Veranstaltungen im Falkenberger Haus des Gastes statt, die nach Stadtangaben von etwa 30 000 Besuchern frequentiert werden. Auf dem Vorplatz finden unter anderem das Maibaumaufstellen, Modenschauen und der Weihnachtsmarkt statt. Zwei Bäume sind nicht angewachsen, grüne Alternativlösungen sollen nun geschaffen werden.

Begrünung Bahnhofsvorplatz Falkenberg.Der Bahnhof Falkenberg ist der Kreuzungspunkt im Elbe-Elster-Land. Von Falkenberg aus können Gäste in fünf Richtungen reisen. Besonders frequentiert ist die neue S-Bahn Hoyerswerda-Bad Liebenwerda-Falkenberg-Leipzig. Im Dezember soll es einen zweiten S-Bahn-Anschluss in Richtung Wittenberg geben. Das Bahnhofsumfeld ist mit Fördermitteln und hohen Eigenanteilen der Stadt komplett umgestaltet worden. Um das stadtbildbestimmende Areal noch freundlicher zu gestalten, sollen an sieben Laternen Blumenampeln angebracht werden.

Gestaltung des Franzosengrabes an der B101/B169-Elsterwerda.Der Kleingartenverein "Frohe Zukunft" Elsterwerda möchte das Franzosengrab neu gestalten und dafür die Pflege übernehmen. Benötigt werden kompetente gärtnerische Hilfe, möglicherweise auch eine Schautafel, Sitzbank und Papierkorb. "Das Sühnekreuz sieht derzeit schlimm aus", so Matthias Gansauge vom Verein. Touristen würden mit dem Kopf schütteln.

Blumenampeln in der Berliner Straße Elsterwerda.Nach der grünen Aufwertung rund um den Elsterwerdaer Marktplatz soll auch die neu gestaltete Berliner Straße jetzt noch farbenfroher werden. Die Stadt Elsterwerda möchte dazu zehn Blumenampeln an den Lichtmasten befestigen.

Verkehrsinsel in der Ortsmitte Großthiemig.In der zentralen Ortsmitte von Großthiemig befindet sich unweit von Kirche und Sparkasse eine Verkehrsinsel, die gegenwärtig optisch unschön wirkt. Die Gemeinde möchte sie mit einem Lindenbaum - Teil des Wappens der Gemeinde -, Blumenampeln am Lichtmast und langsam wachsenden Bodendeckern gestalten.

Rabatten und Hochbeete am Bürgerhaus Prestewitz.Der Heimatverein Prestewitz richtet in diesem Jahr gemeinsam mit dem Nachbarort Maasdorf das Naturparkfest aus. "Wir möchten unser Dorf besonders schön gestalten und nachhaltig Grün anlegen", schreibt Helga Naumburger. Die Hochbeete und Rabatten am Bürgerhaus, ein Gemeinschaftsobjekt, das von der Feuerwehr, dem Jugendklub und dem Heimatverein sowie Einwohnern bei privaten Veranstaltungen genutzt wird, bedürfen dringend einer Erneuerung. Helga Naumburger: "Die Hochbeete säumen den Eingangsbereich und wirken wenig einladend. Die etwa 20 Jahre alte Bepflanzung ist überaltert, kranke und teils zu groß gewachsene Anpflanzungen wurden bereits entfernt. Die Rabatten benötigen dringend einer fachlichen Erneuerung."

Stein- und Staudengarten und Naschbeeren für Kita "Fichten-Wichtel" in Fichtenberg.Der Kindergarten "Fichten-Wichtel" in Fichtenberg legt auf naturnahe Erziehung großen Wert. Mit Eltern wurde ein Gemüsegarten angelegt, Schulanfänger pflanzten einen Brombeerstrauch, im Kitagelände wachsen bereits ein Apfel- und ein Kirschbaum. Alle Früchte werden gemeinsam verarbeitet. Jetzt soll der Haupteingang schöner gestaltet werden, heißt es im Bewerbungsschreiben und: "Um diesen schöner zu gestalten, haben wir versucht, einen Steingarten mit Stauden dort anzulegen und würden uns über eine fachmännische Unterstützung freuen. Die Fichten-Wichtel und alle Erzieher sowie Eltern würden helfen, diese Dinge weiter zu pflegen."

Ortseingang Möglenz aus Richtung Neuburxdorf.Möglenz ist Sieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" und empfängt am 9. Juli die Landeskommission. Der Heimatverein und die anderen Vereine des Dorfes sind rührig unterwegs, um das Dorf richtig schick zu machen. Kerstin Kohlhoff: "Allerdings haben wir noch einige nicht so schöne Ecken an unserer neuen Ortsdurchfahrt, wo wir um Ihre Hilfe bitten." Speziell geht es um ein Eckgrundstück aus Richtung Neuburxdorf kommend, das nach dem Abriss der Altgebäude attraktiver gestaltet werden soll. Mit dem Besitzer ist Einvernehmen erzielt. Der Heimatverein pflegt das Grundstück, will es aber deutlich aufwerten, auch weil es ein Blickfang im Ort für die Durchreisenden, unter anderem zum neuen Reformationsmuseum nach Mühlberg, werden soll.

Kreisverkehre in MühlbergDie Stadt Mühlberg hat angekündigt, einen Antrag für die Gestaltung der Kreisverkehre zu gestalten, muss allerdings noch Absprachen mit dem Landesbetrieb Straßenwesen führen.

Pflege garantiert! Alle Antragsteller haben die fünfjährige Pflege zugesichert. Sofort nach Bewerbungsschluss wird über alle Anträge entschieden.

Zum Thema:
Wer darf sich an der Aktion beteiligen? Antragsberechtigt sind Kommunen, Vereine, Vermietgesellschaften, Bürgerzusammenschlüsse. Gefördert und realisiert werden ausschließlich Projekte im öffentlichkeitswirksamen Territorium. Und es gibt ein ganz entscheidendes Kriterium: Wer sich bewirbt, muss über mindestens fünf Jahre die Pflege absichern. Das wird in einem Pflegevertrag fest vereinbart und regelmäßig kontrolliert. Wie ist der praktische Verfahrensweg? Wenn das Projekt vom Beirat genehmigt ist, gibt es einen Vororttermin zur Umsetzung. Beispiel: Eine Stadt oder Gemeinde möchte in einem Straßenzug zehn Lichtmasten mit Blumen-Ampeln gestalten. Nach der Bewilligung beschafft die Kreisgruppe der Gärtner die geeigneten Pflanzkübel und sorgt in Absprache mit den Antragstellern für die Bepflanzung inklusive Boden und Dünger. Gleiches passiert bei Staudenanlagen, speziellen Kübelbepflanzungen oder bei der Anlage kleiner Strauch- oder Baumgruppen. Öffentliche Wahrnehmung. Über alle Projekte wird in der Lausitzer Rundschau mehrfach berichtet. Dabei geht es auch darum, aufzuzeigen, wie sehr sich Städte, Vereine, Vermietgesellschaften und Bürger-Zusammenschlüsse für Grün in ihrem heimatlichen Umfeld engagieren. Wie bewerben? Bewerbungen werden noch bis zum 15. April entgegengenommen. Die Bewerbungsunterlagen müssen eine Objektbeschreibung, den möglichen Leistungsumfang und ein Foto der zu gestaltenden Anlage beinhalten. Darüber hinaus muss erklärt werden, wie die Pflege abgesichert werden soll. Bewerbungsunterlagen an red.elsterwerda@lr-online.de oder Lausitzer Rundschau, Hauptstraße 38 04910 Elsterwerda