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Blitzbesuch in Domsdorf
Alwine-Käufer erklärt Bewohnern seine Vision

Überwiegend baufällige Wohnhäuser prägen die Domsdorfer Siedlung Alwine (Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Landkreis Elbe-Elster). Foto: Patrick Pleul/dpa
Überwiegend baufällige Wohnhäuser prägen die Domsdorfer Siedlung Alwine (Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Landkreis Elbe-Elster). Foto: Patrick Pleul/dpa FOTO: Patrick Pleul / dpa
Domsdorf. Alwine-Käufer schaut sich erstmals vor Ort sein Eigentum an. Von Frank Claus

Der Berliner, der am 9. Dezember im Zuge einer Versteigerung die ehemalige Domsdorfer Bergarbeitersiedlung Alwine im Stadtgebiet Uebigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster) für 140 000 Euro erwarb, hat sich nun doch schneller als angekündigt, sein neues Eigentum angeschaut. Am Sonntag ist er mit einem Freund und Bürgermeister Andreas Claus vor Ort gewesen und habe in Gesprächen mit Bewohnern - 15 leben dort - erklärt, dass er nötige Reparaturen sofort veranlassen und dann Schritt für Schritt sanieren wolle. Nach den Worten des Bürgermeisters sei er vom maroden Zustand der Häuser nicht überrascht gewesen, habe sogar noch Schlimmeres erwartet. Der Mann, der beruflich in der Energiebranche tätig sei, wolle nun zuerst ein Konzept für die nächsten baulichen Schritte in der Siedlung entwickeln. Der Bürgermeister erklärte indes, dass sich die Stadt Einblick in die von der Treuhand ausgereichten Kaufverträge verschaffen wolle. Ein Bruderpaar hat die Siedlung im Jahr 2000 für eine Mark von der Treuhand erworben, „aber seitdem nichts in die Siedlung investiert“, so Andreas Claus, der das für nicht nachvollziehbar hält: „Eigentum verpflichtet doch auch.“

Die Versteigerung hatte ein riesiges Medienecho ausgelöst nachdem die Bild-Zeitung im Vorfeld titelte: „Ein Dorf wird verkauft.“