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Neuer Käufer gesucht:
Alwine Domsdorf: Der Rummel beginnt von vorn

Eine nochmalige Versteigerung der Domsdorfer Alwine, hier im Dezember 2017 in Berlin, soll es nicht geben.
Eine nochmalige Versteigerung der Domsdorfer Alwine, hier im Dezember 2017 in Berlin, soll es nicht geben. FOTO: Peter Kroll / Andreas Claus
Domsdorf/Berlin. Das mediale Interesse ist wieder gewaltig – und scheinbar auch das von neuen Kaufwilligen für die ehemalige Bergarbeitersiedlung Alwine Domsdorf. Von Frank Claus

Seit der Mann, der die Alwine bei einer Versteigerung im Dezember des vergangenen Jahres für 140 000 Euro erworben hatte, nun einen Rückzieher vom Geschäft machen will, überschlagen sich die Ereignisse. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hat Matthias Knake vom Berliner Auktionshaus Karhausen am Montag gesagt, eine neuerliche Versteigerung solle es nicht geben. Zunächst solle demnach zu den Interessenten der ersten Auktion Kontakt aufgenommen werden. Von denen hatte allerdings keiner ein Gebot für die Siedlung mit den maroden Ein- und Mehrfamilienhäusern abgegeben.

Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus indes ist bereits wieder im Interview-Marathon: „Der Rummel beginnt von vorn. Ich habe zahlreiche Medienanfragen.“ Bei Ihm selbst seien nach dem LR-Beitrag vom Rücktritt des Alwine-Käufers bereits vier E-Mails eingegangen, in denen Interesse an der Alwine-Siedlung gezeigt werde. Darunter seien zwei Mails aus dem Ausland, unter anderem eines Schweizers. „Eine Mail ist vom Ausdruck und der Schreibweise her auch von keinem Deutschen geschrieben worden, die Nationalität kenne ich aber nicht“, so der Bürgermeister.

Zu noch einem Punkt klärt das Stadtoberhaupt auf: „Wir haben inzwischen auch zum ersten Kauf durch zwei Brüder im Jahr 2001 recherchiert. Sie haben die Alwine damals für 95 000 Mark ersteigert und nicht wie angenommen, für eine Mark von der Treuhand bekommen.“