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Alles paletti auf dem Marktplatz?

Bürger kritisieren immer wieder die Betonlandschaft auf dem Marktplatz inklusive Südspitze. Haben Sie kreative Ideen? Wie wollen Sie die Veranstaltungsplattform beleben? Würden Sie an der Historischen Einkaufsnacht festhalten? Anja Heinrich: Südspitze, Marktplatz oder Bühne haben über Jahre die Debatten im Stadtparlament bis hin zur Lächerlichkeit beherrscht.

Weder die Jugendarbeit, noch die Frage städtischer und kultureller Identität sind damit gelöst. Der seit sechs Jahren von mir initiierte Historische Stadtspaziergang, Lesungen, Infoveranstaltungen oder seit acht Jahren "Harken mit Anja" zeigen (…) das enorme Interesse unserer Bürger an kreativen, kulturellen Angeboten, Heimatverbundenheit, Geschichtsbewusstsein und Beteiligung. Die Historische Einkaufsnacht ist eine Veranstaltung des Gewebevereins und wird auch künftig von mir als Bürgermeisterin unterstützt. Allerdings hat das Format seit dessen Gründung viel vom eigentlichen Konzept der Ideengeber Mario Galle, Siegfried König und Günter Zimmermann verloren.

Michaela Jahn: Zur Historischen Einkaufsnacht sage ich ganz klar ja. Ob dieses Konzept allerdings mit einem Stadtfest verbunden sein muss oder eine eigenständige Veranstaltung des Gewerbevereins sein sollte, lasse ich offen. Die Südspitze ist nach längerer öffentlicher Diskussion so beschlossen worden. Um die "Betonwüste" zu beleben und dennoch die Möglichkeiten der offenen Fläche zu erhalten, könnten bis zu einer Umgestaltung mobile Lösungen helfen.

Andreas Franke: Die Schulen können Wettbewerbe austragen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen organisieren. Die Veranstaltungsplattform lebt von den Ideen der Menschen. Die Entscheidung zur Einkaufsnacht wird der Gewerbeverein zu treffen haben. Meine persönliche Meinung: Ja! Mit einem überarbeiteten Konzept!

Eckart Schmidtchen: Von den Besuchern unserer Stadt habe ich viele positive Meinungen entgegen genommen. Eine aktive "Bespielung" des Marktes mit interessanten, neuen Angeboten und Ideen ist mit einem vertretbaren Aufwand machbar. Ideal wäre die Nutzung des Mehrzweckraumes an der Bühne für kleine zusätzliche gastronomische Aktivitäten - wie ursprünglich geplant. Die Entscheidung, ob die Historische Einkaufsnacht weiter fortgeführt werden soll, obliegt nicht dem Bürgermeister, sondern den Gewerbetreibenden, die in den letzten Jahren den größten Teil der finanziellen Mittel aufgebracht haben. Als Bürgermeister würde ich die Einkaufsnacht oder ein Stadtfest immer unterstützen.

Werner Voigt: Wie auch im Wahlprogramm der AfD vorgesehen, sollen und werden die Bürger von Elsterwerda in der Ideenfindung beteiligt. Die Einkaufsnacht ist gut angenommen und deshalb halte ich daran fest.