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| 17:00 Uhr

Nach öffentlichem Brief der Bewohner
AfD reicht Antrag zum Erhalt des Asylbewerberheimes ein

 Eines von zwei sanierten Häusern im Asylbewerberheim Hohenleipisch.
Eines von zwei sanierten Häusern im Asylbewerberheim Hohenleipisch. FOTO: LR / Frank Claus
Herzberg/Hohenleipisch. Die AfD-Kreistagsfraktion will einen Antrag „zum Schutz und Erhalt des Asylbewerberheims in Hohenleipisch“ in den Kreistag einbringen. Darüber informiert Matthias Lentzsch, Mitglied der AfD-Kreistagsfraktion.

Das Verhältnis zwischen Bürgern und Heimbewohnern sei entspannt und weitestgehend konfliktfrei, heißt es in der Begründung des Antrags. Auch die Kritik der angeblich fehlenden Verkehrsanbindungen und damit verbundenen Einkaufmöglichkeiten für die Bewohner sei nicht nachvollziehbar. „Der Ort Hohenleipisch hat ein größeres Lebensmittelgeschäft, das nicht weit vom Heim entfernt ist und das man mit einem Bus erreichen kann. Die Bushaltestelle befindet sich direkt neben dem Heim“, sagt Matthias Lentzsch.

Der Hintergrund: In einem öffentlichen Brief hatten die Bewohner des Heims auf ihre Situation in Hohenleipisch aufmerksam gemacht (die RUNDSCHAU berichtete) und von „Isolierung im Wald“, fehlenden Integrationsmöglichkeiten, von „Verkehrsmitteln, die nur bis 17.30 Uhr fahren“, einem „acht Kilometer entfernten Supermarkt“ sowie „sehr alten und teils dreckigen Gebäuden“ und „fehlenden Freizeitmöglichkeiten“ geschrieben.

Der Antrag der AfD-Kreistagsfraktion wird am Donnerstag, 15. August, im Ausschuss für Familie, Soziales und Gesundheit vorberaten. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 17 Uhr in der Kreisverwaltung Herzberg.

Im Auftrag des Landkreises betreibt die Human Care GmbH seit 2013 das Heim in Hohenleipisch.

(pm/blu)