ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:54 Uhr

Mitten durch das Abwassernetz
In Mühlberg/Elbe werden Kanäle gespült und anschließend gefilmt

Mühlberg. In 15 verschiedenen Straßen der Stadt Mühlberg/Elbe werden in dieser Woche die Kanäle gespült.

„Wir sind mit zwei Spezialfahrzeugen und drei Kollegen im Einsatz, um rund drei Kilometer der Kanalisation erst zu reinigen und dann mit einer Spezialkamera zu befahren“, kündigt Karsta Leuschner an. Sie ist Gruppenleiterin Kanalnetz bei der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, dem Abwasserdienstleister der Stadt Mühlberg/Elbe. Die Arbeiten sind Bestandteil des Betriebsführungsvertrages zwischen beiden Seiten.

Bevor die wendige Spezialkamera allerdings schlüssige Bilder liefern kann, müssen die Schmutz- und Regenwasserkanäle erst gründlich gereinigt werden. Das erfolgt ausschließlich im öffentlichen Bereich und mit Hochdruck. „Wir reinigen keine Abwasserhausanschlüsse“, informiert Karsta Leuschner. Dennoch sei der Grundstückseigentümer grundsätzlich in der Pflicht, sein Haus gegen einen möglichen Rückstau aus der öffentlichen Kanalisation zu schützen. So steht es im Paragrafen 17 der städtischen Abwasserbeseitigungssatzung.

Sind die Arbeiten abgeschlossen, was aller Voraussicht nach bis zum Ende ddieser Woche der Fall sein soll, werden die Bilder der Spezialkamera in ein Geographisches Informationssystem (GIS) eingepflegt. Damit, so OEWA-Gruppenleiterin Karsta Leuschner, sei man immer auf dem aktuellen Stand, welche Kanäle zu welchem Zeitpunkt gespült und befahren worden sind und in welchem Zustand diese sich befinden.

Außerdem erhalte die Stadt Mühlberg/Elbe von ihrem Abwasserdienstleister die GIS-Daten, um daraus ihren kurz,- mittel- und langfristigen Investitionsbedarf für die Kanalisation ableiten zu können.

(mf)