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Abstraktes wird nicht einfach hingeklatscht

Malerei und Holzskulpturen. Harald Schneider aus Staupitz hat in dieser Woche letzte Hand an seine Ausstellung in Elsterwerda gelegt.
Malerei und Holzskulpturen. Harald Schneider aus Staupitz hat in dieser Woche letzte Hand an seine Ausstellung in Elsterwerda gelegt. FOTO: Feller
Elsterwerda. Mehr als einen Kunstgeschmack bedient die neue Ausstellung in der Kleinen Galerie "Hans Nadler" in Elsterwerda. Der Maler und Bildhauer Harald Schneider präsentiert dort seit dieser Woche und noch bis Ende Juli einen kleinen Querschnitt seines Schaffens aus den vergangenen Jahren. Manfred Feller

Ins Auge fallen dem eventuell auch kaufwilligen Betrachter sofort die abstrakten Malereien, mit denen ansonsten nicht jeder etwas anfangen kann. Bei Harald Schneider haben die farbenprächtigen Bilder System. "Abstrakt heißt nicht, etwas hinzuklatschen", sagt er. "Die Struktur, das Platzieren der Elemente und die Farbzusammensetzung müssen passen. Es gibt Regeln", stellt er, der sich die Malerei autodidaktisch beigebracht hat, seine Herangehensweise dar.

In der Ausstellung zu sehen sind 16 Bilder, darunter Landschaften, die jenen in Elbe-Elster, Afrika und Island ähneln. Seine Inspiration holt sich Harald Schneider in seinem parkähnlichen Garten, als Gästeführer in der Umgebung und bei Auslandsreisen. Sein Atelier, so sagt, ist inzwischen mehr eine Galerie. Deswegen male er viel draußen in der Natur oder im Winter in seiner Wohnung.

Mitgebracht hat der 1954 in Staupitz Geborene auch sechs Skulpturen aus dem Material Holz. "Der Künstler ist die Natur. Ich bringe es nur hervor", sagt er zu seinen die Fantasie anregenden Arbeiten. Am liebsten verwendet er das Holz von Obstbäumen. So besteht seine Skulptur "Symbiose" aus Aprikose und Kirsche.