Doch das Bad Liebenwerdaer Stadtoberhaupt war geschickt genug, daraus mehr zu machen: Er überraschte den scheidenden Leiter Stadtmarketing mit Blumen, der noch druckfrischen Ausgabe des Elbe-Elster-Bildbandes und einem Glas Sekt. Denn es war Richter ein Bedürfnis, dem Mann Danke zu sagen, der seit Mai 2002 die Vermarktung der Kurstadt auf ein völlig neues Niveau gebracht hatte: Richter zu dem Elsterwerdaer: „Sie waren so engagiert, als wären Sie Bürger der Stadt.“
Nie besonders laut, dafür aber immer systematisch und kontinuierlich hatte sich Thieme aufgemacht, fünf Arbeitskreise zu etablieren, in denen am Ende mehr als 100 Bürger engagiert zum Wohle der Stadt arbeiteten. Da ging es um Wirtschaft, Schulen, Landwirtschaft und natürlich vor allem Tourismus. Gerhard Thieme bleibt der Stadt zum Glück erhalten. Über eine AB-Maßnahme wird er sich im neuen Stadtmarketingverein einbringen und dort aktiv weiter daran arbeiten, die Stadt populär zu machen. In seinen Dankesworten lenkte er von sich ab und sah vor allem im hohen bürgerschaftlichen Engagement, das man wecken konnte, die Wurzeln des Erfolgs. (fc)