dass wir miteinander reden können - können... Manches Mal können wir aber mit unseren Worten auch ganz schön was anrichten. Dann wieder schweigen wir, wo ein klares Wort gefordert wäre. Und manchmal sprudelt es nur so aus unserem Herzen hervor, weil wir dem anderen etwas unbedingt sagen wollen (Was der vielleicht gar nicht hören will„). Vieles von dem, was wir den lieben langen Tag reden, sagen, plappern, verrät zunächst auch etwas über uns selbst. In der Bibel redet Jesus nach der Überlieferung des Matthäusevangeliums davon anhand eines Bildwortes: Für ihn sind wir Menschen, wenn wir reden, wie Bäume. Jesus sagt (Matthäus, Kap. 13): „Wenn ihr einen gesunden Baum habt, habt ihr gute Früchte von ihm zu erwarten. Wenn ihr einen kranken Baum habt, habt ihr schlechte Früchte von ihm zu erwarten. An den Früchten ist zu erkennen, was der Baum wert ist. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“
Aha, denke ich, wenn ich meinen Mund aufmache, dann wissen die, die meine Worte hören, schon, was ich für einer bin oder wie es mir geht“ Es stimmt tatsächlich: Worte sind wie Schlüssel: Sie können in die Freiheit führen, sie können aber auch einsperren. Worte können zum Leben führen, aber auch in den Tod. Oft sagen wir Worte einfach so dahin und wir sind uns nicht bewusst, was sie auslösen. Davor warnt uns Jesus. In unseren Worten steckt Liebe oder Hass, Respekt oder Verachtung. Darum wiegen sie nicht nur für den Augenblick, sie wiegen oft für ein ganzes Leben. Noch etwas ganz Wichtiges sagt Jesus: So wie gute Früchte von einem gesunden Baum kommen, so kommen gute Worte von einem liebenden Herzen. Um das richtige Wort zu finden, soll ich in meine Seele schauen und ihre Stimmung prüfen: Ist sie voller Neid, Eifersucht und Rache, dann ist es besser zu schweigen. Spüre ich in me inem Herzen Anerkennung, Wohlwollen und Dankbarkeit, dann können meine Worte Wunder wirken.
Also: Vielleicht überlegen Sie heute mal etwas länger, was sie dem anderen sagen und wie Sie es sagen. Vielleicht ist es auch besser zu schweigen und dem anderen erst einmal zuzuhören und hinter seinen Worten den verborgenen Menschen zu entdecken. In diesem Sinne wünsche ich uns ein kommunikatives Wochenende, ob nun leise oder laut...