Erste Ergebnisse liegen nach Oberstaatsanwalt Frank Winter, Leiter der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft Korruption in Neuruppin, vor. „Was wir bisher gefunden haben, ergibt so viele Auffälligkeiten, dass wir weiter im Detail untersuchen“ , sagte er gestern gegenüber der RUNDSCHAU. Klaus Villmow sei selbst auch noch nicht gehört worden. Winter geht davon aus, dass in diesem Jahr nicht mehr mit einem Abschluss der Ermittlungen zu rechnen ist.
Villmow beteuert nach wie vor, dass er sich in den 15 Jahren seiner Tätigkeit im Mühlberger Bauamt nichts zu Schulden kommen ließ. Gegen die fristlose Kündigung der Stadt Ende 2004, die der Korruptionsverdacht nach sich zog, legte er zu Beginn dieses Jahres Widerspruch ein und verklagte seinen Arbeitgeber. Am Donnerstag fand am Arbeitsgericht Senftenberg die zweite Kammersitzung in diesem Verfahren statt. Eine Entscheidung gab es noch nicht. Allerdings geht die Kammer derzeit davon aus, dass die fristlose Verdachtskündigung Villmows nicht gerechtfertigt sei. Dem Ex-Bauamtsleiter könne nach momentanem Erkenntnisstand kein vorsätzliches Handeln vorgeworfen werden, hieß es. Villmow strebt eine Wiederbeschäftigung an.