Von insgesamt 3800 Auszubildenden in Südbrandenburg, die in diesem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben, nahmen die achtzehn besten Absolventen an dem Auswahlverfahren der Sparkassenstiftung teil. Die Vorauswahl der besten Azubis für den Ausbildungspreis nahmen die Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft und die Industrie- und Handelskammer Cottbus vor, die bei dieser Gemeinschaftsinitiative die Partner der Elbe-Elster-Sparkassenstiftung sind.

Zwei EE-Handwerker in Endrunde
Immerhin hatten es mit dem frisch gebackenen Tischler Christoph Drangosch aus Lichterfeld vom Ausbildungsbetrieb Tischlerei Innovationswerkstatt Hennersdorf und dem Landmaschinenmechaniker Steffen Dietrich aus Prösen vom LAWI Landtechnik-Center auch zwei junge Handwerker aus dem Elbe-Elster-Kreis bis in die Endrunde geschafft.
Neben Ministerpräsident Platzeck hoben auch Landrat Klaus Richter als Vorsitzender des Kuratoriums der Sparkassenstiftung und Hans-Joachim Pochert als Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung die herausragenden Leistungen aller Teilnehmer am Auswahlverfahren hervor. Sie seien die besten Auszubildenden von immerhin 3800. Entsprechend schwer hatte es die Jury bei der Ermittlung der Preisträger, wie Thomas Hettwer bei der Preisvergabe mitteilte. Alle fünf Sieger, vom Straßenbauer Mathias Pultermann bis zur Veranstaltungskauffrau Katja Albert, wollen das Preisgeld in ihre weitere Ausbildung investieren. Fachabitur, Meisterausbildung und Studium stehen in den persönlichen Lebensplanungen der fünf jungen Fachkräfte ganz oben.
Die Auszeichnungsveranstaltung geriet zum wirtschaftspolitischen Ereignis des Landkreises, an dem neben dem Ministerpräsidenten und dem Landrat zahlreiche Unternehmer, die Vertreter von IHK und Handwerkerschaft, Amtsdirektoren und Bürgermeister der Region teilnahmen. Die Redner appellierten an die Jugendlichen, ihre berufliche Zukunft in der Region zu suchen. „Bleiben Sie der Region erhalten“ , wünschte Landrat Richter und „Zukunft braucht Herkunft mit Tradition“ , beschwor Vorstandsvorsitzender Pochert. „Errichten Sie hier in Brandenburg ihre Existenz“ , schlug auch Matthias Platzeck in die gleiche Kerbe. Zurzeit fehlen zwar in Brandenburg noch 12 000 Ausbildungsplätze, und auch im Elbe-Elster-Kreis habe es 72 Ausbildungsabschlüsse weniger als im vorigen Jahr gegeben, aber spätestens in zwei bis drei Jahren werde es im Land massiven Fachkräftebedarf geben. Wirtschaft und Schulen müssten das Problem gemeinsam bewältigen. Weiterhin machte Platzeck deutlich, dass sich Brandenburg zum starken Hochschulstandort und Zentrum der Forschungsarbeit entwickelt habe.

Platzeck würdigt Sparkassenstiftung
Ausdrücklich gewürdigt wurde die Sparkassenstiftung „Zukunft Landkreis Elbe-Elster“ vom Brandenburger Regierungschef als wichtiger Motivator für Spitzenleistungen der Auszubildenden. Die Sparkassenstiftung wurde 1999 gegründet, und seit 2002 wird der Ausbildungspreis vergeben. Insgesamt nahmen an den bisherigen vier Auswahlverfahren 75 Auszubildende kurz nach ihrer erfolgreichen Berufsausbildung teil. „Stolz, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen“ - das gab der Landesvater den jungen Leuten noch mit auf ihren beruflichen Weg.