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67 Veranstaltungen – so viel gab's noch nie zum Puppentheaterfestival

Elbe-Elster-Kreis. Morgen beginnt das 14. Internationale Puppentheaterfestival. Mit Andreas Pöschl sprach Antje Posern

Über Neues und Höhepunkte sprach die RUNDSCHAU mit Kreiskulturamtsleiter Andreas Pöschl.

Diesmal werden neben deutschen ausschließlich österreichische Puppenbühnen erwartet. Warum?
Nachdem wir stets Teilnehmer aus vier, fünf Ländern eingeladen hatten, wollen wir jetzt ein Land etwas intensiver vorstellen. So werden diesmal sechs Bühnen aus Österreich und zwölf aus Deutschland dabei sein. Unsere Nachbarn zum Auftakt lagen aus zwei Gründen nahe: Zum einen haben wir gute Kontakte zum Puppentheaterfestival im niederösterreichischen Mistelbach - eins der größten in Europa. Zum anderen hat bis zum vergangenen Jahr der künstlerische Leiter unseres Festivals, Dr. Olaf Bernstengel, auch für Mistelbach verantwortlich gezeichnet. Er kennt die Bühnen und konnte eine schöne Auswahl für uns treffen.

Im nächsten Jahr gibt es einen neuen Länderschwerpunkt?
Die Ausrichtung des bevorstehenden Festivals ist ein Versuch. Geht unsere Idee auf, könnten wir uns 2013 Tschechien gut vorstellen. Und 2014 wollen wir in Anlehnung an die erste Landesausstellung in Doberlug natürlich den Schwerpunkt auf Brandenburg und Sachsen legen.

Zurück zu 2012. Was dürfen die Besucher erwarten?
Wie immer legen wir Wert auf die große Vielfalt des Puppentheaters. Zum ersten Mal haben wir ein Papiertheater dabei. Und natürlich kommt auch die Musik beim Festival nicht zu kurz. Wagners Tannhäuser spielt bei erwähntem Papiertheater eine Rolle. Auch ein Wiedersehen mit dem vom Kreis in Auftrag gegebenen Montezuma-Stück nach einer Oper von Carl Heinrich Graun ist geplant. Nachdem das Puppenspiel 2009 seine Premiere erlebt hat, wird die Anhaltinische Holzmimenkumpanei aus Senst jetzt helfen, dass unsere Mitarbeiter im Bad Liebenwerdaer Kreismuseum die vorhandene Bühne mit den Flachfiguren selbst bespielen können.

Worauf freuen Sie sich besonders beim 14. Festival?
Darauf, dass mit dem "Regenbogen mobil" von Karin Heym wieder eine heimische Profibühne auftritt. Aber auch auf die Premiere unseres Kasper-Cafés am 22. September im Kreismuseum Bad Liebenwerda. Es wird die größte Veranstaltung für Kinder und einer der Höhepunkte des Festivals neben der Langen Nacht des Puppenspiels und der Eröffnung. Zu der erwarten wir übrigens Brandenburgs Kultusministerin Sabine Kunst.

Noch ein wenig Statistik …
Mit 67 Aufführungen knacken wir den bisherigen Veranstaltungsrekord. Sie finden an verschiedenen Orten in 27 Städten und Dörfern statt - allein 19 Veranstaltungen in unseren beiden Museen. Zum ersten Mal sind Kids & Co. in Züllsdorf, die Musikmuschel Bad Liebenwerda und die Marienkirche Herzberg dabei. Ganz frisch ins Programm aufgenommen ist dort am 15. September um 10 Uhr "Hase und Igel". Ein Mehr an Aufführungen bedeutet aber auch einen höheren Finanzaufwand. 40 000 Euro sind für das Festival veranschlagt, wovon einen großen Teil der Kreis, die Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" und das Kultusministerium bestreiten. Neben Sponsoren wie Bauer Fruchtsaft sowie das Architektur- und Ingenieurbüro Jürgen Habermann, die uns von Anfang an unterstützen, sind im Laufe der Jahre weitere hinzugekommen. Wir freuen uns natürlich über jeden weiteren Geldgeber.