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610 Anträge auf Staatshaftung in Elsterwerda eingegangen

Elsterwerda. Die Altanschließerbescheide beschäftigen im Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Abwasserverbandes Elsterwerda (WAV) noch immer einen Teil der Kunden und die Verbandsverwaltung. Nach Angaben von Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel haben 610 Kunden des Verbandes Anträge auf Staats- beziehungsweise Amtshaftung gestellt. Frank Claus

Damit wehren sich die Einwohner, die bestandskräftige Bescheide erhalten haben, gegen die bislang verwehrte Zurückzahlung ihrer Altanschließerbeiträge.

Kunden, die Widerspruch gegen die Altanschließerbeiträge eingelegt hatten, erhalten ihre Beiträge erstattet. Insgesamt 576 Verbandskunden haben die Haftungsansprüche im Bereich Trinkwasser gestellt. Die übrigen 34 stellen der Verbandsspitze zufolge auch Anträge auf Staatshaftung wegen bereits länger zurückliegender Vorgänge, unter anderem zum Thema Schmutzwasser.

Insgesamt sind im Gebiet des WAV (Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Hohenleipisch, Plessa, Röderland) 8274 Bescheide bestandskräftig. Damit hätten weniger als sieben Prozent Anspruch auf Staats- bzw. Amtshaftung gestellt. Maik Hauptvogel: "Wir haben alle Eingangsbestätigungen verschickt, prüfen jetzt jeden einzelnen Fall und geben dann Antwort." Das bedeute für den Verband einen Mehraufwand neben der täglichen Arbeit, der jedoch ohne Zusatzpersonal gestemmt werde, so Maik Hauptvogel.