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Volkslauf
Werner-Seelenbinder-Lauf lebt seit 40 Jahren

Genau 345 Starter haben den 40. Werner-Seelenbinder-Lauf in Gröden zu einer erfolgreichen Veranstaltung gemacht. Hier im Bild der Start zur 11-Kilometer-Distanz.
Genau 345 Starter haben den 40. Werner-Seelenbinder-Lauf in Gröden zu einer erfolgreichen Veranstaltung gemacht. Hier im Bild der Start zur 11-Kilometer-Distanz. FOTO: Mirko Sattler
Gröden. Mehr als 300 Laufbegeisterte sind am Wochenende in Gröden an den Start des Werner-Seelenbinder-Laufs gegangen.  Von Mirko Sattler

Die Streckenführung, wie es sie in den Anfängen gab, ist bis auf minimale Modifikationen gleichgeblieben. Im ersten Jahr habe man  gerade einmal  121 Teilnehmer begrüßen können. Zwischenzeitlich sei man mit 612 (1987) und 509 (1997) Teilnehmern gut aufgestellt gewesen. Heute habe man im Durchschnitt rund 300 Teilnehmer. Die Besucherzahlen sprächen für sich, berichtet der Erfinder und Initiator des Laufes, Ernst Schmied. Ohne eine Wertung über die Teilnahme abzugeben, ist der heute 77-Jährige sichtlich stolz auf den ungebrochenen Zuspruch. „In Finsterwalde waren es in diesem Jahr beim Lauf nur 107 Teilnehmer und beim Oktoberlauf in Cottbus nur 260 Teilnehmer. Mehr als 300 Teilnehmer würden wir aber auch nicht verkraften, weil es sonst Probleme bei den Umkleiden geben würde“, meint der Sportsfreund, der heute noch selbst als Walker am Lauf teilnimmt.

Zum ersten Mal dabei waren hingegen Sandra Schulz und Katja Neumann. „Über Flyer bei anderen Läufen haben wir von diesem Lauf erfahren. Wir werden über 11 Kilometer starten, weil wir uns gedacht haben, dass wir nicht so weit fahren, um vielleicht nur 5 Kilometer zu laufen“, scherzt die passionierte Läuferin Sandra Schulz. Ihre Freundin fügt an: „Ich wurde mitgeschleift, weil meine Freundin nicht allein fahren wollte. Ich laufe eher in meiner Freizeit und nehme nicht so oft an Wettkämpfen teil“, meint die 39-Jährige, die auch gern  Schwimmen geht. Am Ende belegten sie einen 93. und einen 86. Platz.

Im 40. Jahr des Werner-Seelenbinder-Laufes konnten sich die Macher wieder über einen Wertungslauf freuen. „Im Rahmen des Lausitzcups fiel der Lauf in Eisenhüttenstadt aus. Wir wurden gefragt, ob wir einspringen könnten. Sofort haben wir ja gesagt. Neben dem Lausitzcup fällt dieser Lauf noch in die Sparkassenlaufserie Elbe-Elster“, weiß Vereinschef Gunter Thielemann.

„Es war ein angenehmer Lauf, wobei teilweise die Wege sehr schmal und pampig und damit sehr gefährlich waren. Heute bin ich über 5 Kilometer gelaufen“, meint Ina Wohmann. Die Ruhlanderin trainiert bis zu viermal die Woche und legt dabei eine Strecke bis 40 Kilometer zurück. Bis Silvester möchte die 48-Jährige noch drei weitere Wertungsläufe absolvieren. Sie hegt die Hoffnung, den ersten Platz  in ihrer Altersklasse im Lausitzcup belegen.

Nach 39:32 min kam der schnellste Läufer über 11 Kilometer wieder ins Ziel. „Die Strecke war heute sehr schlammig. Ein weiterer Kritikpunkt war die Startreihenfolge. Schon mehrmals habe ich gesagt, dass die Zeiten zwischen den Starts zu gering sind. Außerdem sollte man den Start der 11 km und den der Kinder über 2 Kilometer tauschen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Läufer bei der 11-Kilometer-Distanz eine verkehrte Strecke laufen“, sagt der Finsterwalder Martin Mittelstädt. Der 31-Jährige belegte zum dritten Mal nacheinander den ersten Platz.
Bis zu 14 000 Läufer innerhalb der 40 Jahre Laufgeschichte des Werner-Seelenbinder-Laufes spulten ihre Kilometer in den Wäldern rund um den Heidebergturm ab. Am vergangenen Sonntag beim Jubiläumslauf trugen sich genau 345 Starter in die Listen ein. Die ältesten Läufer waren Klaus Beyer über 5 km und Horst  Linke über 11 km mit jeweils 85 Jahren. Der weiteste Teilnehmer kam aus Baden-Württemberg.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Hauptlauf 11km: weiblich: 1. Elfi Rose - Mügeln 53:24 min

2. Laura Rubisch - Finsterwalde 58:00 min

3. Elvira Ehrlich - Tröbitz 58:51 min

männlich: 1. Martin Mittelstädt - Finsterwalde 39:32 min

2. Niclas Schulze - Finsterwalde 41:03 min

3. Maik Eisleben - Adelsberg 41:25 min

Volkslauf 5 km: weiblich: 1. Sandy Woithe - Großräschen 22:07 min

2. Laura Nehring - Schönewalde 22:13 min

3. Ina Dietrich - Schwarzheide 22:36 min

männlich: 1. Leon Sperling - Cottbus 17:32 min

2. Zaid Zayed - Größräschen 17:50 min

3. Konstantin Gorodetsky - Cottbus 18:08 min

Wertungslauf 2 km: weiblich: 1. Miriam Mittag - Zürchel 09:09 min

2.Leni Buchholz - Elsterwerda 10:17 min

3. Florentine Witt - Nünchritz 10:20 min

männlich: 1. Lennox Lewis Giesen - Elsterwerda 08:17 min

2. Tom Winter - Schönewalde 09:25 min

3. Noah König - Elsterwerda 09:26 min

Heinz Naumann aus Merzdorf gehörte zu den Walkern, die in Gröden auf die Strecke gegangen sind.
Heinz Naumann aus Merzdorf gehörte zu den Walkern, die in Gröden auf die Strecke gegangen sind. FOTO: Mirko Sattler